Weser-Kurier: Kommentar von Matthias Lüdecke zum Wahlprogramm der Bremer CDU
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Bürgerschaftswahlkampf. Bei der letzten Wahl hinter den Grünen nur
drittstärkste Kraft, soll Spitzenkandidatin Elisabeth Motsch-mann nun
den zweiten Platz hinter der SPD zurückerobern, das Ergebnis von 2011
- die Union kam damals gerade einmal auf 20,4 Prozent- wieder
deutlich steigern. Und sie soll die CDU wieder zurück in die
Regierungsverantwortung führen. Nur gibt es da ein Problem: Außer der
CDU spricht derzeit niemand über diese Option. Es gibt, das sagt auch
die Union, ohnehin wohl nur einen potenziellen Partner für ein
Regierungsbündnis: die SPD. Und dort haben sowohl Bürgermeister Jens
Böhrnsen als auch Parteichef Dieter Reinken öffentlich erklärt, sie
könnten sich eine Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den Grünen gut
vorstellen. Da können Spitzenkandidatin und Parteiführung der CDU
noch so sehr die Schnittmengen der Wahlprogramme betonen. Und sie
mögen noch so sehr den Finger in so manche Wunde legen, wie etwa bei
der Bekämpfung der Armut, wo die Koalition ihre selbst gesteckten
Ziele in der Tat verfehlt hat. Wenn es das Wahlergebnis zulässt, wird
die SPD der CDU wohl die kalte Schulter zeigen. Nein, die CDU hat es
wirklich nicht leicht in diesem Wahlkampf.
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Datum: 20.01.2015 - 20:24 Uhr
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