EU legt "Substitutionskandidaten" fest / Mittelzulassung: Auf Behörden kommt mehr Aufwand zu
ID: 1166194
mit der jetzt beschlossenen Durchführungsverordnung, die eine Liste
mit 77 zu ersetzenden Wirkstoffen ("Substitutionskandidaten")
festlegt, die Grundlagen für eine weitere Hürde bei der Zulassung von
Pflanzenschutzmitteln geschaffen: die sogenannte vergleichende
Bewertung. Für die Zulassungsbehörden in Deutschland und den anderen
EU-Staaten bedeutet das, dass sie ab August 2015 jeden neuen Antrag
auf Zulassung eines Pflanzenschutzmittels, das einen der gelisteten
Wirkstoffe enthält, darauf prüfen müssen, ob möglicherweise
risikoärmere Lösungen zur Verfügung stehen.
"Was in der Theorie gut klingt, hat in der Praxis seine Tücken.
Die Behörden müssen jetzt eine Vielzahl von zusätzlichen Erwägungen
bei der Zulassung eines Pflanzenschutzmittels treffen - dabei sind
die Verfahren auch ohne vergleichende Bewertung schon sehr komplex
und zeitintensiv", kommentiert Volker Koch-Achelpöhler,
Hauptgeschäftsführer des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), und
stellt klar: "Die Listung eines Wirkstoffs als Substitutionskandidat,
die jetzt von der EU vorgenommen wurde, ändert nichts daran, dass es
sich um Substanzen handelt, die die hohen Sicherheitsanforderungen in
der EU erfüllen. Die Wirkstoffe sind sicher - das stellt Brüssel
nicht in Frage!"
Im Rahmen der vergleichenden Bewertung können die Behörden in den
Mitgliedsstaaten, die für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln und
deren Anwendungsbestimmungen zuständig sind, Verwendungen
einschränken, wenn sie der Auffassung sind, dass es bessere
Alternativen gibt. Dabei müssen sie aber auch berücksichtigen, dass
die Landwirte eine bestimmte Auswahl an Wirkstoffen mit
unterschiedlicher Wirkweise benötigen, um Resistenzen vorzubeugen. So
findet man auf der Liste auch wichtige Pflanzenschutz-Wirkstoffe,
ohne die der Ökolandbau kaum auskommt. Hier gilt, dass die
vergleichende Bewertung die wirksame Bekämpfung zum Beispiel von
Schadpilzen nicht gefährden soll.
>> Pressemitteilung der Europäischen Kommission (engl.):
http://europa.eu/rapid/press-release_MEMO-15-3743_en.htm
Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der
agrochemischen Industrie in Deutschland. Zu den Geschäftsfeldern der
50 Mitgliedsunternehmen gehören Pflanzenschutz, Pflanzenernährung,
Schädlingsbekämpfung und Biotechnologie. Die vom IVA vertretene
Branche steht für innovative Produkte für eine moderne und
nachhaltige Landwirtschaft.
Pressekontakt:
Industrieverband Agrar e. V., Pressestelle
Martin May
Tel. +49 69 2556-1249 oder +49 151 54417692
Fax +49 69 2556-1298
E-Mail: may.iva@vci.de
http://www.iva.de
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Datum: 29.01.2015 - 10:03 Uhr
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