7,7 Millionen Euro zulasten der Pflege in Hamburg / Misstrauenskultur verursacht Kosten und erheblic

7,7 Millionen Euro zulasten der Pflege in Hamburg / Misstrauenskultur verursacht Kosten und erheblich mehr Bürokratie für Pflegekräfte / bpa fordert Expertenrat für den Senat

ID: 1167656
(ots) - Der Senat schafft mit den geplanten neuen
Prüfvorschriften für die Pflege in Hamburg mehr Bürokratie und
zusätzliche Kosten in Höhe von bis zu 7,7 Millionen Euro. Das
erwartet die Landesvorsitzende des Bundesverbandes privater Anbieter
sozialer Dienste e.V. (bpa), Karin Kaiser. "Während bundesweit auf
allen Ebenen intensiv an einem Abbau von Bürokratie im Pflegealltag
gearbeitet wird, belastet die Stadt Hamburg unsere Mitarbeiterinnen
und Mitarbeiter durch misstrauischen Prüfdruck und unnötige
Anforderungen."

Die mehr als 350 im bpa organisierten Hamburger Pflegeanbieter
erwarten, dass die geplante Prüfverordnung pro Bewohner
beziehungsweise Patient ein bis zwei Stunden zusätzliche Arbeitszeit
für die Dokumentation und das Erstellen anderer schriftlicher
Nachweise verursachen wird. Im Fokus stehen teils willkürliche
Vorgaben des Senates oder der Prüfbehörden, die anhand weiterer
schriftlicher Nachweise und Erklärungen dokumentiert werden müssen.

"Nicht der pflegebedürftige Mensch und die Ergebnisqualität der
Versorgung stehen im Mittelpunkt, sondern die Dokumentation oder das
Vorliegen von theoretischen Ausführungen. Anstatt die Situation der
Pflegebedürftigen zu verbessern und die Ergebnisqualität zu prüfen,
werden Millionen verschwendet und Pflegekräfte sowie Einrichtungen
frustriert", ärgert sich Kaiser.

"Dass der Senat in einem aktuellen Bericht an die Hamburgische
Bürgerschaft in diesem Zusammenhang den Begriff Bürokratieabbau
verwendet, wird von den Menschen in der Pflege als Zynismus
gewertet."

Der bpa unterstützt das Ziel, die hohe Pflegequalität in den
Hamburger ambulanten Diensten und stationären Einrichtungen zu
sichern. Dazu können jedoch bereits vorhandene Prüfungen sinnvoll
aufeinander abgestimmt werden. "Der Senat sollte die


Verordnungsgebung unterbrechen und zunächst in einen Dialog mit den
Vertretern der Pflegebedürftigen und Experten aus Pflege und
Wissenschaft eintreten", fordert die bpa-Landesvorsitzende.



Pressekontakt:
Uwe Clasen, Leiter der bpa-Landesgeschäftsstelle Hamburg, Tel.:
040-2530716-0

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Datum: 02.02.2015 - 13:12 Uhr
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