Weser-Kurier: Kommentar von Peter Voith zum Streit in der Bremischen Evangelischen Kirche
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Vokabel Entschuldigung schreiben - und Ruhe ist? Womöglich haben die
obersten Vertreter der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) das
gehofft. Doch weder der fundamentalistische St.-Martini-Pastor auf
der einen, noch die auf Dialog und Toleranz bedachten Pastoren auf
der anderen Seite werden Ruhe geben. Kompromisse finden? In diesem
Grundsatz-Streit ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Was also tun?
Egal was - aber bitte nicht herumeiern mit halbgaren bis geheuchelten
Entschuldigungen. Entweder die BEK steht zu ihrer Verfassung, die den
jeweiligen Gemeinden eine Selbstbestimmung in Glaubens-, Gewissens-
und Lehrfragen einräumt, wie sie im Verbund der evangelischen Kirchen
deutschlandweit einmalig ist. Dann muss sie - abgesehen von
strafrechtlich relevanten Positionen - auch die Ansichten eines Olaf
Latzel in Fragen zur Stellung der Frau in der Kirche, in Fragen der
nicht vorhandenen Toleranz gegenüber Andersgläubigen oder auch
Homosexuellen ertragen. Oder aber: Die BEK erkennt an, dass die
St.-Martini-Gemeinde mit ihrem Verständnis von Christentum nichts zu
tun hat. Dann muss sie bereit sein, ihre Verfassung infrage zu
stellen und die Autonomie der einzelnen Gemeinden zu opfern. Und mit
ihr die von St. Martini.
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Datum: 04.02.2015 - 20:27 Uhr
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