Westfalen-Blatt: zur Ukraine-Krise
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erwarten, dass sie heute in Moskau den Konflikt um die Ukraine löst.
Und es wird gewiss nicht der letzte Versuch sein, in der Krise eine
politische Einigung mit Wladimir Putin zu erzielen. Der diplomatische
Kurztrip nach Russland ist nicht frei von Risiken, aber er ist in der
Tat alternativlos. Wenn es die Möglichkeit gibt, direkt mit Putin ins
Gespräch zu kommen, muss sie genutzt werden. Und der Kanzlerin bricht
kein Zacken aus der Krone, wenn sie ohne konkretes Ergebnis wieder in
Berlin landet. Merkel und Hollande stehen nicht blamiert da, wenn sie
dem Kremlherrscher keinen haltbaren Kompromiss abringen. Im
Gegenteil: Ihr Einsatz ist ehrenwert, weil er zuerst einmal dem Zweck
dient, eine weitere Eskalation im Kriegsgebiet der Ostukraine zu
verhindern. Die politische Spitze Europas lässt Worte statt Waffen
sprechen. Merkel und Hollande dürften kaum der Kriegstreiberei
US-amerikanischer Militärs folgen. Waffenlieferungen an Kiew wären
ein falsches Signal. Wenn sie ausbleiben sollen, muss Putin im
Gegenzug aber auch Zugeständnisse machen.
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Datum: 05.02.2015 - 21:00 Uhr
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