Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Dagmar Unrecht zu Lebensmittel/Inhalte

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(ots) - Dioxin im Ei, Pferdefleisch in der Lasagne oder
verseuchte Sprossen aus Ägypten: Lebensmittelskandale sorgen
regelmäßig für Unbehagen, manchmal lösen sie sogar handfeste
Krankheiten aus. Es lohnt sich also, darüber nachzudenken, wie
Verbraucher besser geschützt werden können. Da scheint die Idee
verlockend, auf abgepackten Lebensmitteln eine genaue
Herkunftsbezeichnung der Inhaltsstoffe vorzuschreiben. Doch der
Aufwand wäre groß. Ob sich damit die Qualität der Produkte verbessern
lässt, ist zu bezweifeln. Inhaltsangaben auf abgepackten
Lebensmitteln werden vor allem von Allergikern aufmerksam gelesen.
Andere Verbraucher interessieren sich mehr dafür, ob es schmeckt und
wie viel es kostet. Lebensmittelskandale haben meist nur einen
kurzfristigen Effekt. Dann werden Bio-Produkte beliebter, insgesamt
fristen sie aber ein Nischendasein, genauso wie die ökologische
Landwirtschaft. Im Fall der Pferdefleisch-Lasagne waren die Angaben
absichtlich falsch. Vor solch krimineller Energie würde auch eine
Pflicht zur Herkunftsbezeichnung nicht schützen.



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Datum: 11.02.2015 - 19:56 Uhr
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