Westfalen-Blatt: zu Edathy
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dem Kinderpornosammler Sebastian Edathy vor Gericht das Rückgrat, wie
ein Mann zu seinen Taten zu stehen. Er bekommt die Zähne nicht
auseinander, sondern lässt seinen Anwalt ein paar dürre Sätze
vorlesen. Der wichtigste ist wohl: »Die Vorwürfe treffen zu.«
Unfassbar, was sich Edathy dann kurz nach Einstellung des Verfahrens
leistet. Er schreibt auf Facebook: »Ich weise darauf hin, dass ein
'Geständnis' ausweislich meiner heutigen Erklärung nicht vorliegt.
Die Staatsanwaltschaft war mit dem Wortlaut der Erklärung
einverstanden. Eine Schuldfeststellung ist damit nicht getroffen
worden.« Wenn der Besitz von Kinderpornos Edathys sozialen Abstieg
eingeläutet hat - sein gestriges Verhalten hat ihn besiegelt. Der
Sozialdemokrat, den seine Partei jetzt möglichst schnell loswerden
will, hat jeden Realitätsbezug verloren. Die Ächtung, die Edathy
jetzt zwangsläufig erfahren wird, wiegt schwerer als jede Bestrafung.
Das alles hat er verdient, denn Edathy ist nicht das Opfer, als das
er sich gerne hinstellt. Opfer - das sind die Kinder auf den Fotos.
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Andreas Kolesch
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Datum: 02.03.2015 - 21:00 Uhr
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