Weser-Kurier: Zur geplanten Pflegekammer in Niedersachsen schreibt Peter Mlodoch:
ID: 1181554
Steuerberatern oder Architekten: Sie alle sind zwangsweise in einer
öffentlich-rechtlichen Institution namens Kammer organsiert und
müssen dafür auch ordentlich Beiträge berappen. Niedersachsens
rot-grüne Regierung möchte so eine Anstalt nun auch für die
Angehörigen von Pflegeberufen einführen, um deren Situation zu
verbessern. Soweit der Wunsch. Ob sich das hehre Anliegen aber in der
Praxis umsetzen lässt, muss man arg bezweifeln. Denn die Pflegekammer
ist nicht viel mehr als ein zahnloser Tiger. Mit 53 Vollzeitstellen
aufgebläht, darf sie nach den Vorstellungen der Sozialministerin so
gut wie nichts: keine Tarifverhandlungen für ihre Zwangsmitglieder
führen, keine Pflegesätze aushandeln, keine Qualitätsmaßnahmen in
Krankhäusern und Altenheimen durchsetzen. Tätig werden kann die
Kammer im übrigen nur "nachrangig": Direktiven von Krankenkassen,
Heimaufsicht und der Arbeitgeber gehen immer vor. Übrig bleiben also
lediglich ein wenig Mitsprache und etwas Beratung. Und dafür der
ganze Aufwand samt Beitragszwang für die eh schon schlecht bezahlten
Pflegekräfte? Das vehemente Nein von Arbeitgebern, Gewerkschaften und
Sozialverbänden ist nur zu verständlich.
Pressekontakt:
Weser-Kurier
Produzierender Chefredakteur
Telefon: +49(0)421 3671 3200
chefredaktion@Weser-Kurier.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.03.2015 - 20:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1181554
Anzahl Zeichen: 1516
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bremen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 120 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Weser-Kurier: Zur geplanten Pflegekammer in Niedersachsen schreibt Peter Mlodoch:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Weser-Kurier (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der US-amerikanische Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph E. Stiglitz hat das deutsche Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaschutz begrüßt: "Die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum können erheblich sein. Daran besteht kein Zweifel", sagte der Chefökonom d
Banaszak: Grüne wollen Borkum-Abkommen verhindern ...
Der Parteichef der Grünen, Felix Banaszak, sieht sich durch Entscheidung des Bundesrats, keine Stellungnahme zum Gesetzes über ein Unitarisierungsabkommen mit den Niederlanden im Rahmen der geplanten Gasförderung vor Borkum abzugeben, bestätigt: "Ich halte es weiterhin für notwendig, dass
Neue Nato-Vorgaben: Der Vorsitzende des Bundestags-Verteidigungsausschuss, Thomas Röwekamp (CDU), spricht sich für eine allgemeine Dienstpflicht aus ...
Der Vorsitzende des Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestages, der Bremer CDU-Abgeordnete Thomas Röwekamp, spricht sich im "WESER-KURIER" (Bremen) wegen der neuen Nato-Vorgaben zur künftigen Truppenstärke der Bundeswehr für eine allgemeine Dienstpflicht aus. "Aus meiner Si
Weitere Mitteilungen von Weser-Kurier
Weser-Kurier:Über die Familienförderung schreibt Norbert Pfeifer: ...
Das Gerangel um die Familienförderung ist bezeichnend für das Klima in der Koalition: Es ist ziemlich schlecht. Ohne Absprache mit Manuela Schwesig (SPD) hat Wolfgang Schäuble (CDU) ein weitgehend fertiges Konzept für ein höheres Kindergeld und aufgestockte Kinderfreibeträge erstellt. Damit
Allg. Zeitung Mainz: Das Terminal kommt / Kommentar zum Flughafen Frankfurt ...
Eines vorweg: Es war legitim, dass die hessische Landesregierung den Bedarf eines dritten Terminals am Frankfurter Flughafen einer weiteren Prüfung unterzogen hat. Wirtschaftlich betrachtet steht es dem größten Anteilseigner durchaus zu, bei einer Investition von annähernd drei Milliarden Eu
WAZ: Soll der Soli abgeschafft werden? - Pro und Contra ...
Ende des Raubzugs - Pro von Dietmar Seher Endlich. Der Vorstoß der Kanzlerin, den Soli auf den Müll zu kippen, knackt die Reihen der politischen Steuersünder in Bund und Ländern. Vielleicht finden sie zur Ehrlichkeit - und geben, wie vor 25 Jahren mit der Zusage der Befristung vers
WAZ: Der Mut zum Sparen fehlt - Kommentar von Tobias Blasius zum NRW-Effizienzteam ...
Kein Sparen nach der Rasenmäher-Methode. Das war die programmatische Ansage der rot-grünen Landesregierung. Stattdessen wurde ein "Effizienzteam" als Geheimgremium des Finanzministers ins Leben gerufen, das intelligente Kürzungsvorschläge mit Augenmaß unterbreiten sollte. Vier




