Rheinische Post: Hier darf ich sein
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Griechenland wird von Tag zu Tag schlechter; die Nerven liegen bei
allen Beteiligten blank. Durchaus verständlich also, dass Mitarbeiter
des Goethe-Instituts in Athen dünnhäutig reagieren, wenn neugierige
Journalisten aus der Heimat anreisen. Verständlich vielleicht sogar
noch, dass die Pressesprecherin nichts zur Drohung der griechischen
Regierung sagen will, das deutsche Kulturinstitut zu pfänden - als
Entschädigung für ein Wehrmachtsmassaker im Zweiten Weltkrieg.
Schließlich werden Pressesprecher leider oft gerade dann sehr
schweigsam, wenn es interessant wird. Das Verständnis endet
allerdings abrupt, wenn eine deutsche Journalistin aus einem
Goethe-Institut geworfen wird, weil sie bei einer Tasse Kaffee mit
einem Griechen über den Streit zwischen ihren Regierungen reden will.
Eine staatlich finanzierte Einrichtung, zu deren selbst erklärten
Zielen es gehört, den interkulturellen Dialog zu fördern, sollte
Journalisten helfen, die sich im Ausland selbst ein Bild machen
wollen - und sie nicht vor die Tür setzen.
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Rheinische Post
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Datum: 12.03.2015 - 19:04 Uhr
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