Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Schröpf zur CSU
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verschiebt sich in der CSU unaufhaltsam die Machtarchitektur. Die
Magnetnadeln richten sich immer stärker nach Markus Söder aus, auch
Ilse Aigner zweigt Aufmerksamkeit ab. Sie sind es, die in nicht allzu
ferner Zukunft beim Verteilen vom Posten am langen Hebel sitzen
könnten. In Bamberg zeigte sich jedoch, wie gut Seehofer seine Partei
noch immer im Griff hält. Ein kurzes Knurren genügte und unerwünschte
Positionen zu Stromtrassen oder zur Dritten Startbahn hatten keine
Chance. Der dominante Silberrücken profitiert davon, dass sich die
Interessen der Partei oft mit den persönlichen decken. Das für Herbst
geplante Kompetenzteam vergrößert die Schlagkraft, hält gleichzeitig
"Prinzlinge" in Zaum. Auch Seehofers Nein zu einer künftigen
Doppellösung an der CSU-Spitze ist berechtigt. Nur mit einer starken
Stimme findet die Regionalpartei in Berlin Gehör. Gleichzeitig
torpediert er damit etwaige Pläne Söders und Aigners, das Terrain
klammheimlich und vorzeitig allein zu ordnen: Er macht
Ministerpräsident, sie die Parteichefin, kursiert als Kompromiss.
Aigner wäre damit ohnehin schlecht beraten. Unterordnen ist nicht
Söders Ding.
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Datum: 22.03.2015 - 22:18 Uhr
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