Deutsches Kinderhilfswerk: Kabinettsbeschluss zur Familienförderung völlig unzureichend
ID: 1191074
heutigen Beschluss der Bundesregierung zur steuerlichen Entlastung
von Familien als völlig unzureichend. "Die Erhöhung des
Kinderfreibetrages und des Kindergeldes folgt lediglich den
verfassungsrechtlichen Vorgaben. Die Bundesregierung tut also im
Bereich der Familienförderung nur so viel, wie sie unbedingt muss.
Das ist aber viel zu wenig. Die Pläne, das Kindergeld in diesem Jahr
um vier und im nächsten Jahr um zwei Euro anzuheben, sind ein Hohn.
Es ist notwendig, dass wir uns stärker als bisher um die Familien mit
Kindern kümmern, die unsere Unterstützung in besonderem Maße
brauchen. Durch die steuerlichen Kinderfreibeträge ist die monatliche
Nettoentlastung für Spitzenverdiener bereits jetzt wesentlich höher
als das Kindergeld. Hier müssen wir im Rahmen einer sozialen
Familienförderung dringend ansetzen und erreichen, dass sich für
Familien mit geringem Einkommen die finanzielle Lage spürbar
verbessert. Das gilt insbesondere für Kinder im Hartz-IV-Bezug und
für Alleinerziehende, die nach den bisherigen Plänen leer ausgehen.
Einzig die geplanten Änderungen beim Kinderzuschlag sind ein
Silberstreif am Horizont", betont Holger Hofmann,
Bundesgeschäftsführer des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Das Deutsche Kinderhilfswerk spricht sich insgesamt dafür aus, die
Familienförderung in Deutschland grundlegend zu reformieren. Dazu
braucht es eine Anpassung unseres Steuer- und Abgabesystems sowie der
sozialen Sicherungssysteme, um die aktuell noch immer bestehende
übermäßige Belastung von Familien endlich zu beenden.
Familienförderung muss es Familien ermöglichen, ein
eigenverantwortliches Leben mit Kindern zu führen. Zahlreiche Studien
haben deutlich gezeigt, dass die Förderung von Familien in
Deutschland an vielen Stellen in die falsche Richtung läuft. Deshalb
ist es an der Zeit, mit einem Gesamtkonzept die Familienförderung vom
Kopf auf die Füße zu stellen.
Um das zu erreichen, sind verschiedene Wege denkbar. Das Deutsche
Kinderhilfswerk plädiert für die Einführung einer
Kindergrundsicherung. Diese soll proportional zum Familieneinkommen
gestaffelt werden. Erreicht werden kann dies durch einen sinnvollen
Umbau des Kinderzuschlages, der allen Familien mit Kindern zugute
kommen soll, bei denen der Kinderfreibetrag im Einkommensteuerrecht
nicht zum Tragen kommt. So wird sichergestellt, dass Familien mit
weniger Einkommen stärker von der Kindergrundsicherung profitieren
als Familien mit hohen Einkommen. Insgesamt soll durch eine
bedarfsgerechte Kindergrundsicherung das derzeitige System
familienunterstützender Leistungen ausgewogener gestaltet werden.
Pressekontakt:
Weitere Informationen und Rückfragen: Uwe Kamp, Pressesprecher
Telefon: 030-308693-11
Mobil: 0160-6373155
Fax: 030-2795634
Mail: presse@dkhw.de
Internet: www.dkhw.de und www.facebook.com/dkhw.de
Twitter: @DKHW_de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 25.03.2015 - 11:17 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1191074
Anzahl Zeichen: 3245
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 130 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Deutsches Kinderhilfswerk: Kabinettsbeschluss zur Familienförderung völlig unzureichend"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsches Kinderhilfswerk e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Deutsche Kinderhilfswerk appelliert im Vorfeld des heutigen Koalitionsausschusses an die Bundesregierung, nachhaltige Maßnahmen für eine generationengerechte Gesellschaft auf den Weg zu bringen. Aus Sicht der Kinderrechtsorganisation braucht es dringend strukturelle und finanzielle Investition
Deutsches Kinderhilfswerk: Kinderrechte von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt stärken ...
Das Deutsche Kinderhilfswerk hofft nach der heutigen Veröffentlichung der Handlungsempfehlungen der Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt" auf konkrete und verbindliche Schritte zur Stärkung der Rechte von Kindern sowie eine konsequente Strategie zur Förderu
Deutscher Kinder- und Jugendpreis 2026: Gewinner kommen aus Dresden, Hannover und Obershausen (Hessen) ...
Projekte aus Dresden, Hannover und Obershausen (Hessen) sind mit dem Deutschen Kinder- und Jugendpreis des Deutschen Kinderhilfswerkes ausgezeichnet worden. Damit können sich die Gewinnerinnen und Gewinner über ein Preisgeld in Höhe von je 6.000 Euro freuen. Mit dem Preis werden Projekte gewürdi
Weitere Mitteilungen von Deutsches Kinderhilfswerk e.V.
Weser-Kurier: Zum Bremer Aktionsplan gegen Homo-, Trans- und Interphobie schreibt Silke Hellwig: ...
Es gibt wichtige Entscheidungen, die der Senat nicht mehr vor der Wahl entscheiden mag. Und es gibt einen "Landesaktionsplan gegen Homo-, Trans- und Interphobie". Andere Länder haben so etwas schon, und das ist auch gut so, obgleich man nicht weiß, ob sich Homo- oder Transsexuelle do
neues deutschland: Bundestagsvizepräsidentin Pau zeigt Verständnis für Bundesverfassungsgericht im NPD-Verbotsverfahren ...
Für Petra Pau, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, kommt die Forderung der Karlsruher Bundesverfassungsrichter nach Belegen zum Abschalten der V-Leute in der NPD nicht überraschend. "Die geheimen Informanten des Verfassungsschutzes sind ein zentrales Problem im NPD-Verbotsverfahr
Rheinische Post: Mindestens zwei kleinere Kinder unter den Opfern des Germanwings-Absturzes ...
Wie die in Düsseldorf erscheinende Zeitung "Rheinische Post" aus Kreisen der französischen Luftüberwachung erfuhr, befanden sich an Bord der am Dienstag in Frankreich verunglückten Germanwings-Maschine zwei kleine Kinder und 142 weitere Passagiere sowie zwei Piloten und vier Angehö
Der Kanzler und der Rebell. Kohl, Geißler und der Kampf um die Macht / 30.3.2015, 23.30 Uhr im Ersten / 85. Geburtstag von Helmut Kohl am 3.4. ...
Helmut Kohl und Heiner Geißler - zwei politische Urgesteine, die gemeinsam die CDU und die Bundesrepublik prägten und deren Beziehungsdrama das Land in Atem hielt. Der Beamtensohn aus der Pfalz und der schwäbische Jesuitenschüler: Der Film "Der Kanzler und der Rebell - Kohl, Geißler und




