Ludwig: Existenz der deutschen Reisebüros sichern
ID: 1201439
der EU-Pauschalreiserichtlinie
Die seit 1990 geltende EU-Pauschalreiserichtlinie soll
überarbeitet werden. Hierzu erklärt die tourismuspolitische
Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Daniela Ludwig:
"Die Tourismuspolitiker der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und die
tourismuspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Landtagsfraktionen fordern
eine klare und rechtssichere Lösung bei den Verhandlungen zur
EU-Pauschalreiserichtlinie. Die Überarbeitung der seit 1990 geltenden
Richtlinie ist gerade vor dem Hintergrund eines stetig wachsenden
Online-Reisemarktes dringend erforderlich. Es müssen gleiche und
faire Wettbewerbsbedingungen im Reisemarkt gelten, unabhängig davon
ob eine Reise im Internet oder in einem Reisebüro gebucht wird. Der
deutsche Reisemarkt ist geprägt von einer Vielzahl mittelständischer
Reisebüros. Bei der Ausgestaltung von Haftungsfragen durch die
Pauschalreiserichtlinie muss daher zwingend den unterschiedlichen
Risikosphären und Einflussmöglichkeiten von Reiseveranstaltern und
Reisevermittlern Rechnung getragen werden. Reisebüros sind als
Reisevermittler zu qualifizieren und werden nicht selbst Partner des
Reisevertrags, sondern vermitteln eine fremde Reiseleistung. Hier
muss eine klare, am Schutzzweck der Regelungen ausgerichtete
Abgrenzung gefunden werden. Bei ihrem heutigen Treffen in Berlin
machten die Unionspolitiker deutlich, dass es eine Überforderung
deutscher Reisebüros nicht geben darf."
Hintergrund:
Am 09.07.2013 hat die EU-Kommission (KOM) einen Vorschlag zur
Überarbeitung der seit 1990 geltenden Pauschalreiserichtlinie
vorgelegt. Damit beabsichtigt die KOM eine Modernisierung und
Anpassung an das aktuelle Buchungsverhalten bei Pauschalreisen,
insbesondere die Einbeziehung von Online-Buchungen. Unklar sind
bisher Haftungsfragen, die davon abhängen, ob eine Reise als
vermittelt oder als veranstaltet gilt.
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Datum: 20.04.2015 - 16:19 Uhr
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