Westfalenpost: Höchstens eine von vielen Maßnahmen / Kommentar von Nina Grunsky zu den Talentscout

Westfalenpost: Höchstens eine von vielen Maßnahmen / Kommentar von Nina Grunsky zu den Talentscouts an Universitäten

ID: 1213464
(ots) - In den Elfenbeinturm kommen sie nicht hinein: Nur 23
Prozent der Kinder aus Arbeiterhaushalten besuchen eine Hochschule.
Nun sollen Talentscouts Jugendlichen aus Nichtakademiker- und
Zuwandererfamilien den Weg an die Universitäten weisen. 6,4 Millionen
Euro gibt das Land für diese Arbeit, die eigentlich zu den Aufgaben
der Lehrer gehören sollte, oder? Sie kennen ihre Schüler und deren
Familien besser als ein Scout von der Universität. Sie wissen, wo
Talente schlummern, wie sie im Alltag gefördert werden können. Und
zwar nicht nur die Lehrer im Ruhrgebiet, sondern landesweit.
Vorbereitet allerdings werden sie in ihrer Ausbildung darauf kaum.
Und Zeit lässt ihnen zum Beispiel das straffe G8-Programm ebenfalls
nicht dafür. Vielleicht wäre es sinnvoller, erst hier nachzubessern.

Und dann an den Universitäten selbst. Denn es kann nicht damit
getan sein, die jungen Leute in den Schulen gut zu beraten, sie dann
aber mit einem so knappen Bafög-Satz allein zu lassen, dass nebenbei
arbeiten muss, wer nicht aus einem gut verdienenden
(Akademiker-)Elternhaus kommt. Es kann nicht damit getan sein, junge
Leute an die Universitäten zu holen und dann so schlecht zu betreuen,
dass diejenigen verzweifelt hinwerfen, die nicht aus den
Studenten-Erfahrungen der Väter und Mütter schöpfen können. Es kann
nicht damit getan sein, ihnen einen schnelles Bachelor-Studium zu
versprechen, in dem so wenig Zeit für die Praxis bleibt, dass der
Einstieg in den Arbeitsmarkt mehr als schwierig wird. Talentscouting
kann also höchstens eine von vielen weiteren Maßnahmen sein.

Im Übrigen würde es zur Gerechtigkeit gegenüber Industrie und
Handwerk gehören, Talentscouts zu bezahlen, die begabte
Akademikerkinder in die Lehre locken.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  BERLINER MORGENPOST: Die Mieten und die Stille / Leitartikel von Isabell Jürgens Westfalenpost: Polizist als Peiniger / Kommentar von Joachim Karpa zu denÜbergriffen auf Flüchtlinge
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.05.2015 - 22:07 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1213464
Anzahl Zeichen: 2045

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Innenpolitik



Diese Pressemitteilung wurde bisher 270 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Höchstens eine von vielen Maßnahmen / Kommentar von Nina Grunsky zu den Talentscouts an Universitäten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Westfalenpost: Polizist als Peiniger / Kommentar von Joachim Karpa zu denÜbergriffen auf Flüchtlinge ...
Ein Bundespolizist quält, erniedrigt und demütigt einen jungen Marokkaner. Ein erschütternder, ein ungeheuerlicher Übergriff: Ein wehrloser junger Mann ist in diesem Land einem Vertreter der Staatsgewalt hilflos ausgeliefert. Das macht sprachlos, und das schreit nach lückenloser Aufklärung

BERLINER MORGENPOST: Die Mieten und die Stille / Leitartikel von Isabell Jürgens ...
Wie sich die Zeiten doch ändern. Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel (SPD) stellt den neuen Berliner Mietspiegel vor - und die vorsorglich georderten Polizeibeamten können ganz entspannt vor dem Gebäude in ihren Autos sitzenbleiben. Geisels Amtsvorgänger, der inzwischen Regierende Bürg

WAZ: Bildung ist Integration. Kommentar von Christopher Onkelbach ...
Was ist Bildungsgerechtigkeit? Wenn es auf die Fähigkeiten junger Menschen ankommt - nicht auf Herkunft, Geldbeutel, Status oder Religion. Davon ist Deutschland weiter entfernt als die meisten anderen Industriestaaten. Nicht nur Häuser und Vermögen werden hierzulande vererbt, sondern zugleich

WAZ: Ein Klima der Ausgrenzung. Kommentar von Walter Bau zuÜbergriffen gegen Flüchtlinge ...
Ein Polizist, der Flüchtlinge misshandelt und demütigt und sich dann im Internet damit brüstet - sollte sich der Verdacht von Hannover als zutreffend erweisen, wäre dies erneut ein erschütternder Fall von Rassismus. Das ist abstoßend und menschenverachtend. So falsch es wäre, pauschal all


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z