Deutsches Kinderhilfswerk: Spielstraßen müssen endlich zu Spielstraßen werden
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morgigen Weltspieltages, deutschlandweit die Einrichtung von
Spielstraßen zu erleichtern. Dazu sollten Bundesregierung und
Bundestag eine entsprechende Initiative zur Änderung der
Straßenverkehrsordnung ergreifen. Die bisherige Rechtslage erschwert
vielen Kommunen die Einrichtung von Spielstraßen. So dürfen Geh- und
Fahrwege baulich nicht voneinander abgetrennt sein. Außerdem muss
klar sein, dass in diesem Bereich die Aufenthaltsfunktion überwiegt.
Durch diese Vorgaben fehlen vielen Kommunen die finanziellen Mittel,
um Straßen in Spielstraßen umzuwandeln.
Zum Weltspieltag hat das Deutsche Kinderhilfswerk eine bundesweite
Umfrage unter Kindern und Jugendlichen durchgeführt, deren Ergebnisse
morgen in Berlin vorgestellt werden. Gefragt wurde beispielsweise
nach den Möglichkeiten, draußen und auf Spielstraßen zu spielen und
nach dem Wunsch der Kinder und Jugendlichen nach einem autofreien
Sonntag, an dem überall auf der Straße gespielt werden könnte.
"Spielstraßen oder verkehrsberuhigten Zonen verdrängen zwar nicht
den Autoverkehr aus den Innenstädten, schaffen aber mehr Spielraum
für Kinder und damit mehr Lebensqualität im Wohnumfeld. Weil
Spielstraßen vielerorts bessere Tempo-30-Zonen, aber keine wirklichen
Spielstraßen sind, gibt es wenig Kinder oder Eltern, die sich trauen,
diesen Raum zu nutzen. Viele haben immer noch nicht richtig
begriffen, dass sich auf einer Spielstraße alle Teilnehmer auf
gleicher Augenhöhe begegnen. Auch Autofahrer müssen sich an die
Bedürfnisse der Kinder anpassen. Schrittgeschwindigkeit sollte
genauso selbstverständlich sein wie geduldig zu warten, bis Kinder
ihre Jacken zur Seite geräumt haben, die sie als Torpfosten temporär
auf der Spielstraße platziert haben. Spielstraßen müssen endlich zu
Spielstraßen werden!", betont Holger Hofmann, Bundesgeschäftsführer
des Deutschen Kinderhilfswerkes.
Der Weltspieltag steht in Deutschland und bei Partnern in
Österreich und der Schweiz in diesem Jahr unter dem Motto "Unsere
Straße ist zum Spielen da!". Mit dem Weltspieltag will das Deutsche
Kinderhilfswerk gemeinsam mit seinen rund 200 Partnern im "Bündnis
Recht auf Spiel" darauf aufmerksam machen, dass spielende Kinder aus
dem Stadtbild immer mehr verbannt werden. Rund um den Weltspieltag
finden mehr als 300 Aktionen statt, die vor Ort von öffentlichen
Einrichtungen, Vereinen und Nachbarschaftsinitiativen durchgeführt
werden. Die Schirmherrschaft über den Weltspieltag 2015 hat die
Kinderkommission des Deutschen Bundestages übernommen, Botschafter
ist der Fernsehmoderator und Autor Ralph Caspers.
"Kinder sind nicht nur unsere Zukunft, sie sind jetzt schon da.
Sie haben heute Rechte und Bedürfnisse. Und dazu gehört das Recht auf
Spiel. Um daran zu erinnern, ist der Weltspieltag eine wunderbare
Möglichkeit", sagt Susann Rüthrich, Vorsitzende der Kinderkommission
des Deutschen Bundestages.
"Kinder brauchen Zeit zum Spielen und vielfältige Möglichkeiten,
die Welt um sie herum kennen zu lernen. Dazu gehört auch das Spielen
auf der Straße und dem Gehweg. Das muss für Kinder gefahrlos möglich
sein, und wir Erwachsenen müssen dafür sorgen, dass das geht",
unterstreicht Ralph Caspers, Botschafter des Weltspieltages.
Der Weltspieltag 2015 wird deutschlandweit zum achten Mal
ausgerichtet. Zum Weltspieltag sind Schulen und Kindergärten,
öffentliche Einrichtungen, Vereine und Nachbarschaftsinitiativen
aufgerufen, in ihrer Stadt oder Gemeinde eine witzige,
beispielgebende und öffentlichkeitswirksame Spielaktion
durchzuführen. Die Partner sind vor Ort für die Durchführung ihrer
Veranstaltung selbst verantwortlich. Das Deutsche Kinderhilfswerk
stellt umfangreiche Aktionsmaterialien zum Weltspieltag zur
Verfügung. Eine Übersicht über verschiedene Aktionen zum Weltspieltag
findet sich unter www.weltspieltag.de
Kennen Sie eigentlich unseren neuen Spot zum Recht auf Spiel? Den
sehen Sie hier: http://bit.ly/1h80wIk
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Datum: 27.05.2015 - 09:34 Uhr
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