Mitteldeutsche Zeitung: zu G7

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(ots) - Die deutsche Regierungschefin sollte aufpassen, dass
sie nicht so wird wie ihr Vor-Vorgänger Helmut Kohl. Der
interessierte sich in seiner späten Kanzlerschaft auch nur noch für
die große Bühne und ließ die Dinge zu Hause schleifen. Auch Merkel
neigt inzwischen dazu. Besonders deutlich wird das in der
Klimapolitik: In Elmau schaffte sie es gemeinsam mit Amerikanern und
Franzosen, die übrigen Teilnehmer auf ambitionierte Klimaschutz-Ziele
zu verpflichten. Daheim in Berlin lässt sie aber seit Wochen die
Debatte über eine zusätzliche Klimaabgabe für alte Kohlekraftwerke
laufen. Dabei könnte Merkel gerade beim Klimaschutz zeigen, dass sie
immer noch die zupackende Staatslenkerin ist, die die Deutschen
während der Eurokrise kennen- und schätzen gelernt haben. Bislang
sieht es nicht so aus, dass sie dazu entschlossen wäre.



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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200



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Datum: 08.06.2015 - 19:45 Uhr
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