Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Türkei/Erdogan

Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Türkei/Erdogan

ID: 1222089
(ots) - Es stimmt: die Türkei hat in der Vergangenheit
mit Koalitionsregierungen schlechte Erfahrungen gemacht. In den 70er
Jahren gab es nicht weniger als zehn Regierungswechsel. Der
Dauerstreit der Parteien führte schließlich zu bürgerkriegsähnlichen
Unruhen und mündete in den Militärputsch vom September 1980. Anfang
der 2000er Jahre stürzte die Konsensunfähigkeit der Parteien das Land
in die schwerste Wirtschafts- und Finanzkrise seiner jüngeren
Geschichte. Diese Erfahrungen sprechen aber nicht grundsätzlich gegen
Koalitionen, wie gute Erfahrungen in anderen europäischen Ländern
zeigen.

Viel wird jetzt davon abhängen, wie Präsident Erdogan agiert. Das
Wahlergebnis ist vor allem für ihn ein bitterer Rückschlag. Aber er
hätte jetzt die Gelegenheit, doch noch die Rolle des
Staatsoberhauptes anzunehmen, das über den Parteien steht. Insofern
ist dies Erdogans Stunde. Die erste Reaktion lässt immerhin hoffen:
In einer am Montag herausgegebenen Erklärung mahnt der Präsident die
Parteien zu "verantwortungsvollem Handeln" und "Feingefühl", um die
demokratischen Errungenschaften zu bewahren. Hoffentlich bleibt es
bei dieser Besonnenheit. Sonst könnte die Türkei turbulenten Zeiten
entgegengehen.



Pressekontakt:
Stuttgarter Zeitung
Redaktionelle Koordination
Telefon: 0711 / 7205-1225
E-Mail: newsroom.stuttgarterzeitung(at)stz.zgs.de
http://www.stuttgarter-zeitung.de



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalen-Blatt: zur Türkei BDI-Präsident Grillo zur TTIP-Abstimmung im EU-Parlament:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 08.06.2015 - 22:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1222089
Anzahl Zeichen: 1584

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Stuttgart



Kategorie:

Außenhandel



Diese Pressemitteilung wurde bisher 276 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Stuttgarter Zeitung: Kommentar zu Türkei/Erdogan"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Stuttgarter Zeitung (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Stuttgarter Zeitung und Stuttgarter Nachrichten zur Ankündigung von Grünen und FDP, mit der SPD zu sondieren ...
Mit dem Votum von Grünen und FDP zugunsten von Sondierungsgesprächen mit der SPD ist noch keine Entscheidung für eine Ampel gefallen. Aber eine Vorentscheidung. Beiden Parteien ist klar geworden, dass die Union derzeit weder regierungsfähig noch regierungswillig ist. (...) Grüne und Liberale

"Stuttgarter Zeitung" zum Anschlag in Würzburg ...
Die Persönlichkeit und die Entwicklung des Täters müssen genau untersucht werden. Denn nur so lassen sich Verbrechen dieser Art verhindern. Die wichtigste offene Frage: Was hat dieser 24-Jährige die ganze Zeit, immerhin sechs Jahre, in Deutschland gemacht? Gab es Sprach- und Integrationskurse? H

Die "Stuttgarter Zeitung" kommentiert die Beobachtung der "Querdenker" durch den Verfassungsschutz: ...
Wo das Querdenken zur bloßen Quertreiberei missrät, sind Kollisionen mit Recht und Gesetz unvermeidlich. Querdenken kann auch ins Abseits führen, etwa in einen braunen Sumpf. Das lässt sich am Beispiel der gleichnamigen Organisation besichtigen, die in Stuttgart zu Hause, aber längst bundesweit


Weitere Mitteilungen von Stuttgarter Zeitung


Westfalen-Blatt: zur Türkei ...
Noch solch ein Wahlsieg und die AKP müsste in der Türkei auf der harten Oppositionsbank Platz nehmen. Wohlweislich hat der Chef der islamisch-konservativen Partei, Ministerpräsident Ahmet Davutoglu, die herben Stimmeneinbußen in seiner ersten Stellungnahme erst gar nicht erwähnt. Denn

Westfalen-Blatt: zu G7 in Elmau ...
Klare Kante gegenüber Russland, knallharte Ziele beim Weltklima und kein Kompromisse im Kampf gegen Krankheit und Hunger der Ärmsten. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich zum Abschluss des G7-Gipfels auf Schloss Elmau als große Generalistin erwiesen, die keinem Thema ausweicht, keine Entsche

Mittelbayerische Zeitung: Alpen-Disneyland - In Elmau wurde zwar kein Klischee ausgelassen, doch das Treffen brachte tatsächlich einen Erfolg. Von Stefan Stark ...
Im folkloristischen Bilderreigen des bayerischen Alpen-Disneylands fehlte höchstens noch der Wolpertinger als Maskottchen für Angela Merkel und ihre Gipfelgäste. Kitsch as Kitsch can, lautete das Motto der PR-Show in Elmau. Oder, um es mit Ministerpräsident Horst Seehofer zu sagen: "Das

Allg. Zeitung Mainz: Ehrenwert / Kommentar zu G7 ...
Nur mal kurz die Welt retten - ist es das, was man von einem solchen Gipfel erwartet? So naiv wird niemand ernsthaft sein. Die Tage von Elmau waren der sehr ehrenwerte und ernsthaft betriebene Versuch von sieben der weltweit wichtigsten Führungspersönlichkeiten, sich ihrer selbst und der wechs


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z