Mitteldeutsche Zeitung: zu Gartenreich Dessau-Wörlitz
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Der Schritt ist weder ein Verdienst des Kultusministers, der dem
Kuratorium vorsteht, noch des Stiftungsdirektors - im Gegenteil.
Beide versuchten zuletzt, die Krise mit einem Mediator zu
beschwichtigen und mit Macht nach innen zu administrieren. Aber dass
84 Prozent einer Belegschaft sich aufraffen, um zu protestieren, ist
ein Alarmzeichen. Es deutet auf schwere Defizite hin, die bei einer
Welterbe-Stiftung keinesfalls "interne" Vorgänge sind. Man begreift
nicht, dass nur eine motivierte Belegschaft gut arbeitet. Aber darum
geht es. Und nicht darum, die Stiftung in "ruhiges Fahrwasser" zu
"führen" - darin war sie ja. Es geht darum, Fahrt aufzunehmen: dem
Welterbe-Status und der Satzung gemäß, die sich keinesfalls im
Bestellen von Gärten und Museen erschöpft.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 09.06.2015 - 19:59 Uhr
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