NABU: Klimaverhandlungen verlaufen noch immer im Schneckentempo
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Klimakonferenz zur Vorbereitung des Weltklimagipfels im Dezember in
Paris ohne die erhofften Fortschritte zu Ende gegangen.
NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller: "Der Staatengemeinschaft ist
der Ernst der Lage offensichtlich noch immer nicht klar. Stattdessen
verhaken sich die Verhandler weiter in Details, während die Zeit
verrinnt." Im Laufe der Verhandlungen konnte der vorliegende Entwurf
nur um wenige Optionen gekürzt werden.
"Die klaren Signale der G7-Staaten zur Dekarbonisierung der
Weltwirtschaft und für ein starkes Klimaschutzabkommen, haben nicht
gefruchtet. Das Bekenntnis zum Klimaschutz alleine reicht nicht aus,
die bisher zugesagten Klimaschutzmaßnahmen lassen in Summe das
Zwei-Grad-Ziel in weite Ferne rücken", so Miller. Bis Paris bleibt
aus NABU-Sicht noch viel Arbeit zu erledigen: Im Juli werden die
Verhandlungsführer einen neuen Entwurf für das Klimaschutzabkommen
und eine neue Struktur vorlegen. Dabei besteht die Gefahr, dass
wesentliche Bestandteile aus dem eigentlichen Vertrag in den Anhang
geschoben werden und damit deutlich an Verbindlichkeit verlieren. Im
August wird die Staatengemeinschaft erneut in Bonn zusammenkommen, um
das Pariser Klimaschutzabkommen weiter vorzubereiten; dann müssen
endlich die Inhalte wieder auf den Tisch kommen. Der NABU fordert:
· Das Signal der G7 zur Dekarbonisierung der
Weltwirtschaft muss sich in dem Ziel für 100 Prozent
naturverträgliche erneuerbare Energien widerspiegeln.
· Es muss eine regelmäßige Bewertung der
Klimaschutzbeiträge hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Fairness
stattfinden.
· Es muss ein Mechanismus im Abkommen etabliert werden,
der die nationalen Klimaschutzambitionen stetig steigert.
· Die Ausfinanzierung des Green Climate Funds muss
sichergestellt werden, die G7 sind hier weiter in der Pflicht einen
Weg aufzuzeigen, wie die versprochenen 100 Milliarden US-Dollar
zusammen kommen sollen.
Der NABU fordert für ein glaubwürdiges Engagement im Klimaschutz
vor allem auch eindeutige Signale auf nationaler Ebene. "Wenn die
Bundesregierung die G7-Bekenntnisse ernst nimmt und ein starkes
Klimaschutzabkommen in Paris will, dann muss sie jetzt Fracking
stoppen und sich für den Vorschlag des Wirtschaftsministeriums eines
Klimabeitrags für die ältesten und dreckigsten Kohlekraftwerke
einsetzen", so NABU-Klimaschutzexperte Sebastian Scholz.
Mehr Infos: www.nabu.de/klimaschutz
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Datum: 11.06.2015 - 16:23 Uhr
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