WAZ: Bundestag muss Lehrgeld zahlen. Kommentar von Miguel Sanches zum Hackerangriff
ID: 1224044
des Bundestags ungeschützt ist. Die Spekulationen über die Angreifer
sind müßig, denn mit der NSA-Affäre gingen alte Gewissheiten
verloren. Es geht doch: Ausspähen unter Freunden. Es wird nun wohl
wieder viel von der digitalen Sorglosigkeit die Rede sein - und von
der digitalen Hilflosigkeit, möchte man hinzufügen. Dabei sind die
Abgeordneten tatsächlich Vertreter des Volks. Genauso sorglos. Der
Bundestag wird viel Lehrgeld zahlen müssen, buchstäblich. Es kostet
Unsummen, die gesamte Software und einige Rechner auszutauschen. Dazu
kommt die politische, rechtliche Frage. Die Volksvertreter werden
nicht darum herumkommen, den Verfassungsschutz oder das Bundesamt für
Sicherheit in der Informationstechnologie einzuspannen, die beide dem
Innenministerium unterstehen - für verfassungspolitische Puristen
eine Zumutung. Gewaltenteilung, ade? Der Cyber-Angriff ist ein
Menetekel: Er zeigt, wie verwundbar auch die Regierung sein kann. Er
ist auch ein Blick in die Zukunft. Das Internet hat eine gigantische
Entwicklung genommen. Die Spionage wird sich dem Trend weiter
anpassen. Es wird mehr Angriffe geben, besser, raffinierter. Der
Angriff auf das Parlament muss auch die Wirtschaft alarmieren. Denn
der Angriff auf den Bundestag hat zwar symbolisch einen hohen Wert,
aber ökonomisch betrachtet ist das Abschöpfen von
Unternehmensinformationen noch reizvoller. Was dem Bundestag passiert
ist, kann sich jeden Tag überall in Deutschland ereignen. Der Vorfall
ist ein Weckruf. Hoffentlich.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.06.2015 - 19:03 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1224044
Anzahl Zeichen: 1878
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 176 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Bundestag muss Lehrgeld zahlen. Kommentar von Miguel Sanches zum Hackerangriff"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
WAZ: Riskanter Griff zur Pille. Kommentar von Petra Koruhn zu Medikamenten ...
Hausärzte verschreiben zu viel Schlafmittel, besagt eine Gesundheitsstudie. Und damit scheint der Buhmann gefunden zu sein: der Arzt. Statt Valium sollte er dem Patienten empfehlen, sein Schlafzimmer gut zu lüften und ihm Kaffee verbieten. Natürlich gibt es Ärzte, die sofort den Rezeptblock
neues deutschland: Hackerangriff auf Bundestags-Netz: Selbstachtung¶ ...
Instinktiv richtet sich der Blick nach Osten; die Russen oder Chinesen sind es, denen man so Schändliches wie einen Cyberangriff zutraut. Und womöglich könnte das Ungleichgewicht des Schreckens, der dem Bundestag in die Knochen fährt, diesmal gut begründbar sein. Hat doch die NSA es nicht n
neues deutschland: Durchschnittliches Arbeitslosengeld liegt unter der Armutsrisikogrenze / 70 Prozent der ALG-I-Bezieher betroffen / Linken-Vorsitzende Kipping fordert Mindestarbeitslosengeld ...
Das durchschnittliche Arbeitslosengeld liegt rund 200 Euro unter der Armutsrisikogrenze. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, über die die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe) b
Von Biedermeiern und Brandstiftern: ZDFinfo präsentiert filmische Langzeitbeobachtung der AfD in Brandenburg (FOTO) ...
Der Machtkampf in der AfD-Spitze geht nach Absage des für Samstag, 13. Juni 2015, geplanten Bundesparteitages unvermindert weiter. Wie sich angesichts dieses bizarren Streits die Stimmungslage auf Landesebene darstellt, rückt immer stärker in den Fokus. ZDFinfo sendet am Freitag, 12. Juni




