NOZ: Gespräch mit Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer von Foodwatch
ID: 1229204
in der Tierhaltung
Verbraucherorganisation kritisiert Tierwohl-Initiative vor
Bauerntag als Ablenkungsmanöver
Osnabrück.- Die Verbraucherorganisation Foodwatch hat vor dem
Bauerntag am Mittwoch und Donnerstag in Erfurt die Einführung von
gesetzlichen Mindeststandards in der Tierhaltung gefordert. In einem
Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch) sagte der
stellvertretende Geschäftsführer Matthias Wolfschmidt: "Die
freiwillige Tierwohlinitiative ist ein typisches Ablenkungsmanöver
von Bauernpräsident Joachim Rukwied. Der Kunde im Supermarkt muss
sich darauf verlassen können, dass Nutztiere gut gehalten werden und
gesund sind. Diese Gewissheit hat er derzeit nicht - egal bei welchem
Haltungsverfahren." Daher müsse die Bundesregierung Parameter in
Sachen Stall-Ausstattung und Tiergesundheit definieren und
systematisch kontrollieren lassen. "Die Zielvorgabe muss sein: Alle
Nutztiere werden tiergerecht gehalten", forderte Wolfschmidt.
Nicht nur die Platzfrage im Stall sollte gesetzlich geregelt
werden, auch die Tiergesundheit muss nach Vorstellung von Foodwatch
systematisch erfasst werden. "Nur so kann sichergestellt werden, dass
Tiere nachweislich tierschutzgerecht gehalten werden." Krankheiten
und Verletzungen wie etwa Euter-Entzündungen bei Milchkühen könnten
Rückschlüsse auf Mängel bei der Tierbetreuung zulassen, sagte
Wolfschmidt. "Es muss sichergestellt sein, dass die Tiere nicht die
Last des Preiskampfes auf dem Lebensmittelmarkt tragen."
Zudem müsse die Bundesregierung auf eine europaweite Übernahme der
Standards drängen. So könne der Import billigerer Produkte aus dem
Ausland verhindert werden. Zu den Kosten sagte Wolfschmidt: "Die
Lebensmittel werden sicherlich nicht billiger werden. Aber wenn die
Gesellschaft die gesetzlich verbürgten Tierrechte ernstnimmt, muss
sie sich dies auch etwas kosten lassen."
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 24.06.2015 - 05:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1229204
Anzahl Zeichen: 2299
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 255 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NOZ: Gespräch mit Matthias Wolfschmidt, stellvertretender Geschäftsführer von Foodwatch"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Rückstand des deutschen Luftverkehrs auf die Entwicklung der Branche im Rest Europas ist so groß wie noch nie seit Ende der Corona-Pandemie. Zu diesem Ergebnis kommt eine bisher unveröffentlichte Erhebung des Bundesverbandes der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), aus der die "Neue Osnab
"Steuern auf Versorgungsprobleme zu": Krankenhausgesellschaft kritisiert Änderungen der GKV-Reform /Krankenhausgesellschaft fordert Bund zu Übernahme von Gesundheitskosten für Bürgergeld ...
Vor der entscheidenden Bundestagsabstimmung über die Gesundheitsreform am kommenden Freitag hat die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) die kurzfristigen Nachbesserungen von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken scharf kritisiert. "Diese Änderungsanträge retten die Krankenhausversorgung
"Menschenunwürdig": Anti-Folter-Stelle kritisiert Zustände in überbelegten Gefängnissen / Isolationshaft als Ersatz für Therapie - hoher Belegungsdruck in Haftanstalten ...
Die Nationale Stelle zur Verhütung von Folter hat teils "menschenunwürdige" Zustände in deutschen Gefängniszellen infolge von Überbelegungen kritisiert. "Eine Mehrfachbelegung mit mehr als zwei Gefangenen soll vermieden werden, da sie selbst bei ausreichender Raumgröße belasten
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
NOZ: Gespräch mit Brigitte Pothmer, Grünen-Arbeitsmarktexpertin ...
Nur jeder sechste Minijobber sorgt für das Alter vor Grünen-Expertin: Armutsrisiko vor allem für Frauen - "Arbeitsministerin darf hier nicht länger abtauchen" Osnabrück.- Nur jeder sechste Minijobber im gewerblichen Bereich zahlt nach Informationen der "Neuen Osnabrück
Mitteldeutsche Zeitung: Wirtschaft/Verkehr Neues Bahn-Sparticket in Mitteldeutschland ...
Mit einem neuen Pauschal-Angebot im Regionalverkehr will die Deutsche Bahn AG der anhaltenden Konkurrenz durch die Fernbusse begegnen. Ab dem 1. Juli werde es in Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen ein Ticket für 15 Euro geben, sagte Bahn-Manager Jost Beckmann der in Halle erscheinenden Mi
Kölner Stadt-Anzeiger: Zwei Vorstände von Deutsche Oppenheim Family Office müssen gehen/ Banker waren nach Insiderangaben in fragwürdige Geschäfte mit Luxemburger Steuersparfonds eingebunden ...
Köln. Die Deutsche Bank wird von früheren Geschäften ihrer Tochter Sal. Oppenheim eingeholt. Zwei Vorstände der Konzerntochter Deutsche Oppenheim Family Office müssen gehen. Während Markus Küppers sein Amt selbst niederlegte, wurde Andreas Pichler mit sofortiger Wirkung vom Aufsichtsrat abb
Allgemeine Zeitung Mainz: zur Rente mit 63 / Zur Unzeit ...
Wie viele Beschäftigte wären eigentlich mit 63 in den Ruhestand getreten, hätte es das neue Gesetz zur abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren nicht gegeben? Das wäre eine interessante Vergleichszahl - die womöglich näher an den aktuellen Daten zur Rente mit 63 liegen würde als viele




