WAZ: Leises Signal der Hoffnung. Kommentar von Walter Bau zum Atomabkommen
ID: 1238382
entschärft, der Iran und westliche Konzerne hoffen nach Wegfall der
Sanktionen auf lukrative Geschäfte, im Westen freut man sich schon
auf fallende Ölpreise - nach der Einigung mit Teheran im Atomstreit
ist die Euphorie groß. Es scheint auf allen Seiten nur Gewinner zu
geben. Die große Frage lautet: Ist den Machthabern in Teheran zu
trauen? Da ist Skepsis angebracht. Das Mullah-Regime hat sich bisher
nicht eben als stabilisierender Faktor in der Region hervorgetan. Der
Iran stützt in Syrien das brutale Assad-Regime, heizt im Jemen den
blutigen Bürgerkrieg an, unterstützt anti-israelische Milizen im
Gazastreifen, mischt militärisch im Libanon, im Irak und in Jordanien
mit. Die Sorge, der Atomdeal könnte dem Iran neue Geldquellen
erschließen, mit deren Hilfe das Regime die Region noch mehr
destabilisiert, ist nicht aus der Luft gegriffen. Mit dem Ende der
Sanktionen erhält Teheran Zugriff auf mehr als 90 Milliarden Euro
eingefrorener Gelder auf Konten ausländischer Banken. Trotzdem: Die
Vereinbarung ist ein leises Signal der Hoffnung. Die Machthaber im
Iran haben klare Zugeständnisse gemacht und die wirtschaftlichen
Vorteile des Deals für sie sind so groß, dass sie sich einen
Wortbruch kaum leisten können. Doch der Iran muss nun beweisen, dass
die Unterschriften von Wien mehr wert sind als das Papier, auf dem
sie geschrieben stehen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 14.07.2015 - 18:38 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1238382
Anzahl Zeichen: 1725
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 201 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Leises Signal der Hoffnung. Kommentar von Walter Bau zum Atomabkommen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
WAZ: Keine Aufregung, liebe Urlauber. Kommentar von Frank Preuß zum Tourismus ...
Die spanischen Inseln sind mit dem Tourismus reich geworden. Der Preis, den die Umwelt über Bodenversiegelung, Müll und Wasserverbrauch zahlt, ist hoch. Dass Politiker nun laut über Steuerung nachdenken, ist ihr Job. Viel spricht aber dafür, dass es beim Denken bleibt. Ihre Vorgänger haben
neues deutschland: Iran-Verhandlungen: Ein Sieg der Vernunft ...
Mehr an Einigung war nicht realistisch. Noch am Sonntag hatte die nunmehrige Übereinkunft der westlichen Staaten mit Iran - China und Russland hatten nie ein grundsätzliches Problem mit Teherans Atomprogramm - wesentliche Leerstellen. Die iranischen Unterhändler versuchten offenbar bis zum le
neues deutschland: Europaabgeordnete Noichl: CETA ist aus sozialdemokratischer Sicht nicht zustimmungsfähig ...
Das Freihandelsabkommen CETA zwischen der EU und Kanada ist nach Ansicht der Europaabgeordneten Maria Noichl (SPD) "aus sozialdemokratischer Sicht nicht zustimmungsfähig". Das sagte Noichl gegenüber der in Berlin erscheinenden Tageszeitung "neues deutschland" (Mittwochausga
neues deutschland: Volkswirtin Mechthild Schrooten: Europäische Idee in Gefahr ...
Die Ökonomin Mechthild Schrooten sieht bei dem zähen Ringen um weitere Kredite für Griechenland die Europäische Idee ins Wanken geraten. Es sei kein Zufall, dass gerade in diesen Zeiten "die massiven Konstruktionsschwächen der Währungsunion offen zu Tage treten", erklärte die Pro




