Allg. Zeitung Mainz: Die Nerven behalten / Kommentar von Reinhard Breidenbach zu Flüchtlingen und Asylpolitik
ID: 1245384
lösen auch nicht die Aufgabe der Politik, angemessen mit dem
Problemfeld umzugehen. Angemessen heißt: nicht naiv oder vor Mitleid
zerfließend, auf keinen Fall aber hektisch oder opportunistisch.
Vernunft und Humanität sind die Leitlinien in dieser Situation. Ein
Schulbuchbeispiel, wie man keinesfalls reden und handeln darf,
liefert derzeit Großbritanniens Premier Cameron. Er propagiert Zäune
und Spürhunde. Das grenzt an Hetze. Ohnehin bietet die Insel ein
klägliches Bild, wenn es darum geht, in der EU die
Flüchtlingsproblematik gemeinsam zu lösen. Dabei kann niemand
ernsthaft glauben, das alles gehe ihn nichts an und er lebe auf einer
Insel der Glückseligen. Wenn die EU sogar in der Lage ist, die ans
Skurrile grenzende Problematik "Griechenland" in den Griff zu
bekommen, dann kann die faire Verteilung von Flüchtlingsströmen doch
wohl kein unüberwindliches Hindernis darstellen. Deutschland nimmt
sehr viele Flüchtlinge auf, das ist gelebte Verantwortung. Aber
offenbar zieht eine überbordende Bürokratie zu lange
Bearbeitungszeiten für Asylanträge nach sich, etwa, wenn die Behörden
nach drei Jahren noch einmal überprüfen, ob sie einen akzeptierten
Asylantrag doch widerrufen. Beruflich qualifizierte Flüchtlinge
müssen weit schneller die Chance auf ein Einwanderungsverfahren
bekommen, mit dem Ziel geregelter Berufstätigkeit. Das Wichtigste
aber bei alledem: Alle müssen die Nerven behalten. Niemand darf
hetzen. Neonazis dürfen nicht die Chance bekommen, ihr braunes
Süppchen zu kochen. Stimmungsmache oder gar Anschläge sind
widerwärtig, wie der Bundespräsident kürzlich treffend formulierte,
eine Schande für dieses Land.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Werner Wenzel
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 31.07.2015 - 19:33 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1245384
Anzahl Zeichen: 2045
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 481 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Die Nerven behalten / Kommentar von Reinhard Breidenbach zu Flüchtlingen und Asylpolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
Rheinische Post: Kommentar: Ein Abgrund an Demokratieverrat ...
Die Erinnerungen an die "Spiegel"-Affäre 1962 kamen schnell auf. So wie nun ein kritischer Artikel eines Internetportals über die Geheimdienste den Generalbundesanwalt auf den Plan rief, führte vor 53 Jahren ein kritischer Bericht über die Sicherheitspolitik zur Durchsuchung der &q
Allg. Zeitung Mainz: Höchststrafe / Kommentar von Lars Hennemann zu Netzpolitik.org ...
Es mehren sich die Nachrichten, die nur mit Galgenhumor zu verarbeiten sind. Das Satire-Portal "Postillon" fasst die Geschehnisse um den Blog "Netzpolitik.org" so zusammen: Mit dem Verlust des Glaubens an die Gerechtigkeit drohe in dieser Affäre die Höchststrafe - uns allen
FZ: Effizient statt Bürokratie Kommentar der Fuldaer Zeitung zur Flut der unerledigten Asylanträge ...
Deutschland ist spitze, wenn es um die Aufnahme von Flüchtlingen geht: Kein europäischer Staat lässt mehr Asylbewerber ins Land als die Bundesrepublik, in diesem Jahr allein knapp eine halbe Million; Deutschland ist aber leider auch spitze, wenn es um den dilettantischen, unprofessionellen un
Südwest Presse: KOMMENTAR · NETZPOLITIK Ausgabe vom 01.08.2015 ...
KOMMENTAR · NETZPOLITIK Ausgabe vom 01.08.2015 Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung." Die Ermittlungen gegen Netzpolitik.org sind eine gute Gelegenheit, sich dieses juristische Bonmot erneut zu Gemüte zu führen - und zwar für alle Akteure. Den Bloggern sei gesagt: Wer, u




