Weser-Kurier: Kommentar von Martin Weinüber Wölfe
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früheren Sommern regelmäßig angebliche Krokodile an Baggerseen
mediale Karriere, so ist nun der Europäische Wolf ein heiß
diskutiertes Politikum. Dabei geht es aber nur oberflächlich um echte
Sicherheitsinteressen der Bevölkerung. Tatsächlich treiben sich
ohnehin nur 50 Tiere in Niedersachsen herum und sind noch nicht in
einem einzigen Fall wirklich aufdringlich geworden. Auch aus
europäischen Nachbarländern hört man nicht, die dortigen Wölfe hätten
Waldspaziergänger auf ihren Speisezettel gesetzt. Trotzdem
schwadronieren Abgeordnete schon ernsthaft von "wolfsfreien Zonen".
Auch Teile der Jägerschaft verfallen in alte Stereotype, statt sich
über mehr biologische Vielfalt zu freuen. Der Wolf sollte endlich als
natürlicher Beutegreifer verstanden werden, der vor allem alte und
kranke Tiere reißt. Falls er dann doch mal ein paar Schafe erwischt,
sind wir als Gesellschaft wahrlich vermögend genug, den Schaden zu
ersetzen. Das zentrale Wolfsmanagement ist ein guter Schritt zur
nötigen Versachlichung. Oder brauchen wir erst eine Willkommenskultur
auch für Wölfe?
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Datum: 30.08.2015 - 20:47 Uhr
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