WAZ: Ausgerechnet Viktor Orban
- Kommentar von Matthias Korfmann zur CSU-Kritik
ID: 1261336
Flüchtlingspolitik steht Bayern im Grunde gar nicht alleine da. In
allen Bundesländern und in vielen Städten regt sich Unbehagen, weil
sie es sind, die sich der täglichen Herausforderung stellen müssen,
Flüchtlinge so menschenwürdig wie möglich unterzubringen, zu
versorgen und zu integrieren.
Die Kritik aus der CSU ist aber viel mehr als ein Ausdruck von
Besorgnis. Sie ist, so wie sie vorgetragen wird, ein Affront gegen
die CDU-Vorsitzende. Und - noch schlimmer - sie bedient und schürt
Ängste, die in Teilen der Bevölkerung vorhanden sind.
Wer von "Kontrollverlust", "Überforderung", vom "Stöpsel auf der
Flasche" und der "nicht mehr zu beherrschenden Notlage"
schwadroniert, der verlässt die sachliche Ebene, der dient sich
Pegida und all jenen an, die rechtsaußen stehen. Das Flüchtlingsthema
ist ungeeignet für Bierzeltrhetorik.
Geradezu abenteuerlich erscheint die Ankündigung, ausgerechnet den
umstrittenen ungarischen Regierungschef Viktor Orban in die
CSU-Landtagsfraktion einzuladen. Einen Rechtspopulisten und
Brandstifter, der nichts weniger im Sinn hat als eine solidarische
Flüchtlingspolitik. Einen, der die gemeinsamen europäischen Werte
missachtet, der Minderheiten schikaniert und nicht viel auf
Meinungsvielfalt gibt.
Seehofer, Söder und Friedrich lassen sich auf ein gefährliches
Spiel ein, offenbar vor allem, um sich und ihre Partei zu
profilieren. Am Ende wird es nur Verlierer geben.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.09.2015 - 19:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1261336
Anzahl Zeichen: 1833
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 244 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Ausgerechnet Viktor Orban
- Kommentar von Matthias Korfmann zur CSU-Kritik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Allg. Zeitung Mainz: König der Populisten / Kommentar zu Flüchtlingspolitik und Seehofer von Reinhard Breidenbach ...
Wenn es nicht so ernst wäre - man könnte glatt lachen. Bayern habe Ungarn Unterstützung der EU-Außengrenzen zugesichert, vermeldet die Deutsche Presse-Agentur. Das klingt verdammt nach bajuwarischer Welt-Außenpolitik, ein bisschen auch nach alten Zeiten, nach dem Königreich Bayern und der M
neues deutschland: Union und die Flüchtlingsfrage: Kulturkampf ...
Man kann nicht so tun, als bliebe der Zuzug von vielleicht einer Million Menschen in Deutschland gänzlich ohne Folgen, wenn man ihnen nur freundlich genug oder - im Gegenteil - unfreundlich genug entgegenträte. Die erste Folge ist soeben zu besichtigen. Sie zeigt sich in einem Riss mitten durc
Westdeutsche Zeitung: Flüchtlinge - der realistische Blick fehlt ...
Heinz Buschkowsky, der alte Praktiker und Haudegen aus Berlin-Neukölln, hat Recht: Irgendwann wird aus dem Enthusiasmus dieser Tage Normalität. Und dann kommen die Probleme. Auch die CSU hat Recht, jedenfalls sofern sie auf die Spätfolgen der Merkelschen Entscheidung hinweist, die Flüchtling
Themen in "Report Mainz" / Dienstag, 15. September 2015, 21.45 Uhr im Ersten / Moderation: Fritz Frey (FOTO) ...
"Report Mainz" bringt am Dienstag 15. September 2015, um 21.45 Uhr im Ersten voraussichtlich folgende Beiträge: - Hilflose Patienten - Versorgungslücke nach Krankenhaus-Entlassungen - Rechte Bedrohung - Flüchtlingshelfer und Politiker in Angst - Begrenzter Unterhaltsvor




