Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Chritine Straßer zu Papst in Kuba
ID: 1264736
andererseits aber eben auch immer gut ist: In seiner Predigt auf dem
Platz der Revolution in Havanna kritisiert Franziskus sehr deutlich
Cliquenwirtschaft und Elitedenken. Der Dienst am Menschen dürfe
niemals ideologisch sein, mahnte der Papst. Damit zeigt sich einmal
mehr, dass sich dieser Papst vor keinen Karren spannen lässt. Dem
Regime der Castros hat er damit ein bemerkenswertes Schnippchen
geschlagen. Eigentlich deutete vieles auf einen Schmusekurs während
der Papstreise nach Kuba und die USA hin. Franziskus wurde als
Vermittler der historischen Annäherung zwischen Havanna und
Washington bejubelt. Seit Juli haben beide Staaten wieder Botschaften
im jeweils anderen Land. Zudem setzte sich der Papst für die
vollständige Aufhebung des seit rund 55 Jahren bestehenden
US-Handelsembargos ein. Für den argentinischen Papst, der angesichts
seiner scharfen Kapitalismuskritik, als Linker wahrgenommen wird,
wäre es ein Leichtes gewesen, sich für seine segensreiche
Vermittlungstätigkeit im Karibikstaat bejubeln zu lassen. Doch als
Diplomat im Namen des Herren sieht sich Franziskus ganz
offensichtlich nicht. Er eckt lieber an. In Kuba macht sich
Franziskus wie von vielen erhofft für mehr Freiheit - nicht nur für
seine Kirche - stark. Eine Begegnung des Papstes mit
Menschenrechtsaktivisten steht zwar nicht auf dem Programm, aber mit
seiner Predigt schickt er mehr als nur Grüße an all diejenigen "die
ich aus verschiedenen Gründen nicht werde treffen können". Was der
Papst vom Wirtschaftssystem der USA hält, hat er unlängst in Bolivien
wissen lassen. Kapitalismus, jedenfalls in seiner unregulierten Form,
gleiche einer "sanften Diktatur". Aber auch eine Clique, die im Namen
einer kommunistischen Ideologie ein ganzes Volk beraubt, ist ihm ein
Dorn im Auge. Denn letztlich treibt Franziskus vor allem eines um:
der Kampf gegen Armut.
Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 20.09.2015 - 21:54 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1264736
Anzahl Zeichen: 2274
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Regensburg
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 245 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Chritine Straßer zu Papst in Kuba"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mittelbayerische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zukunft geMAInsam gestalten, so hatten die DGB-Gewerkschaften den gestrigen Tag der Arbeit, nun ja nicht besonders originell, überschrieben. Das fade Motto täuscht freilich nicht darüber hinweg, dass die Gewerkschaften hierzulande vor riesigen Herausforderungen stehen. Nach zweieinhalb Jahren C
Als Ministerin untragbar Anne Spiegel hat mit ihrem Verhalten nach der Flutkatastrophe an der Ahr ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Notfalls muss der Kanzler sie rauswerfen. Von Reinhard Zweigler ...
Was waren die Beileidsbekundungen der heutigen Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen eigentlich wert, die den Hochwasseropfern an der Ahr Betroffenheit bekundete? Ihr sei das Herz schwer und die Trauer lasse sie nicht los, sagte sie zu Beginn der Katastrophe. Doch kurz darauf packt
Die Impfpflicht macht Sinn / Gerade weil viele in der gefährdeten Generation Ü60 noch keine Impfung haben, könnte gesetzlicher Druck Unentschlossene zu dem Pieks bewegen. / Von Reinhard Zweigler ...
Es ist schon seltsam, wie schnell das Drama des Ukraine-Krieges das Aufregerthema der vergangenen zwei Jahre in den Hintergrund gedrängt hat. Corona - war da noch was? Gefühlt ist die Pandemie doch schon vorbei, trotz hoher Infektionszahlen. Die in vielen Bundesländern vollzogenen Lockerungen,
Weitere Mitteilungen von Mittelbayerische Zeitung
Kölner Stadt-Anzeiger: Grüner Außenpolitiker Nouripour: Tsipras' Sieg ist eine riesige Chance ...
Der grüne Außenpolitiker Omid Nouripour hat sich positiv über den Wahlausgang in Griechenland geäußert. "Der Wahlsieg von Tsipras ist eine riesige Chance, weil er der Einzige im Land ist, der noch die Kraft hätte für echte Reformen", sagte Nouripour dem "Kölner Stadt-Anzei
Das Erste, Montag, 21. September 2015, 5.30 - 9.00 Uhr Gäste im ARD-Morgenmagazin ...
7.40 Uhr, Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer Deutscher Städte- & Gemeindebund, Thema: Wohnungsmarkt Flüchtlinge 8.10 Uhr, Dietmar Bartsch, stellv. Fraktionsvorsitzender Die Linke, Thema: Griechenlandwahl Pressekontakt: WDR Presse und Information, Annette Metzinger, Tel. 0221-220-
WAZ: Der Westen muss Putins Plan prüfen. Kommentar von Dirk Hautkapp zu Syrien ...
Der Befund mag vielen den Magen umdrehen: Aber in Syrien kommt das westliche Bündnis ab sofort nicht mehr an Russland vorbei. Wladimir Putin hat mit den ersten militärischen Fingerübungen an Syriens Küsten Fakten geschaffen. Moskau, nach der Ukraine-Intervention noch in die Paria-Ecke gestell
neues deutschland:Über den Ausgang der Wahl in Griechenland ...
»Möge der am wenigsten Nutzlose gewinnen«, so hat es am Sonntag ein Rentner aus Athen formuliert. Am Ende sei es nur darum gegangen, wer den »geringst möglichen Schaden« anrichtet - mehr Demokratie, mehr politischen Spielraum ließen die Auflagen der Gläubiger ohnehin nicht zu. In der Bots




