Weser-Kurier:Über Niedersachsens Maßregelvollzug schreibt Peter Mlodoch:
ID: 1280564
August und aus Osnabrück im September sind jetzt gleich fünf
Straftäter auf einmal und unter Anwendung von Gewalt wieder aus
Brauel abgehauen. In Niedersachsens Maßregelvollzug scheint es
drunter und drüber zu gehen - trotz der 2014 verschärften
Sicherheitsvorkehrungen und des in diesem Jahr um 54 Stellen
aufgestockten Personals. Doch gemach: Beim näheren Hinsehen entpuppen
sich die Zahlen als nicht ganz so dramatisch. Sie weichen insgesamt
nicht sonderlich von denen der vergangenen Jahre ab. Viel wichtiger
aber: Die allermeisten Flüchtigen sitzen längst wieder - dank
schneller Fahndungserfolge der Polizei oder auch, weil viele
Betroffenen freiwillig zurückkehrten. Das entbindet freilich
Sozialministerin Cornelia Rundt nicht davon, über weitere
Verbesserungen beim Schutz von Pflegern und Bevölkerung nachzudenken.
Mehr Nato-Draht allein reicht dabei nicht. Notwendig sind vor allem
speziell geschulte Aufpasser. Die Amtshilfe von echten
Vollzugsbeamten, also Profis, sollte in den Maßregel-Einrichtungen
nicht länger tabu sein.
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Datum: 26.10.2015 - 20:05 Uhr
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