BUND-Delegation fährt mit DB-Klimazug zur COP21 nach Paris. Hauptforderungen: Erderwärmung auf 1,5

BUND-Delegation fährt mit DB-Klimazug zur COP21 nach Paris. Hauptforderungen: Erderwärmung auf 1,5 Grad beschränken und Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas beschließen

ID: 1291364
(ots) - An Bord des am kommenden Samstag in die
französische Hauptstadt zum Weltklimagipfel (COP21) fahrenden "Train
to Paris" der Deutschen Bahn wird auch eine dreiköpfige Delegation
des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sein.
Hauptanliegen des BUND in Paris sei es, dass sich die
Weltgemeinschaft auf eine Begrenzung der Erderwärmung auf maximal 1,5
Grad einigt, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger vor seiner
Reise nach Paris.

"Es ist ein gutes Zeichen, dass Bundesumweltministerin Barbara
Hendricks erklärt hat, Deutschland müsse innerhalb von 20 bis 25
Jahren aus der Kohle aussteigen. Was ich nicht verstehe ist, warum
Frau Hendricks das Zwei-Grad-Ziel als ausreichend ansieht.
Katastrophale Folgen des Klimawandels gibt es nicht erst ab zwei Grad
Erderwärmung, sondern schon bei 1,5 Grad. Eine maximale Erderwärmung
von 1,5 Grad steht im Entwurf des Pariser Klimavertrags in Klammern.
Wir wollen, dass diese Zahl zum offiziellen Ziel der Vertragsstaaten
wird", sagte Weiger.

Neben der offiziellen deutschen Regierungsdelegation werden über
50 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen mit dem "Train to
Paris" zum Weltklimagipfel reisen. Der BUND hatte ursprünglich
geplant, hunderte Aktivisten und Demonstranten mit Bussen oder Bahn
nach Paris zu bringen. Auf Grund der Terroranschläge und dem danach
in Paris verhängten Demonstrationsverbot werden BUND-Aktive nun in
zahlreichen Orten Deutschlands am 12. Dezember zum Ende des Pariser
Klimagipfels auf die Straße gehen und für mehr Klimaschutz und eine
schnelle Energiewende demonstrieren.

"Von Paris erwarten wir ein Signal der Entschlossenheit, dass sich
die Weltgemeinschaft den Herausforderungen des Klimawandels stellt",
sagte der BUND-Vorsitzende. "Der Klimagipfel muss eine Zukunft ohne
Kohle, Öl und Gas einleiten. Nur mit der schnellen Abkehr von


fossilen Energieträgern wird es gelingen, die extremen Folgen des
Klimawandels zu vermeiden", sagte Weiger. "Wo Dürren und
Wasserknappheit drohen, wo Ernten ausfallen und Menschen um ihr
Überleben kämpfen, finden auch Gewalt und Terror ihren Nährboden. Ein
akzeptabler Klimavertrag muss dafür sorgen, dass Deutschland und die
anderen Industriestaaten ausreichend Hilfen für diejenigen leisten,
die direkt und massiv von den Klimaschäden betroffen sind", so der
BUND-Vorsitzende.

Die BUND-Klimaexpertin Antje von Broock forderte deutliche
Nachbesserungen an den zur Pariser Konferenz eingereichten nationalen
Klimaschutzplänen. "Der Handlungsdruck nimmt zu. Das belegen die
bereits eingetretene Erderwärmung von fast einem Grad, der stetige
Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre und die Tatsache,
dass 2015 voraussichtlich das wärmste Jahr seit Beginn der
meteorologischen Aufzeichnungen sein wird. Die bisherigen
Klimaschutzpläne begrenzen die Erderwärmung nicht ausreichend. Damit
werden es eher drei Grad oder mehr. Der Pariser Klimavertrag muss
einen Überprüfungsmechanismus enthalten, der die Lücke zwischen den
angekündigten und den notwendigen Emissionsminderungen aufdeckt und
Nachbesserungen festschreibt", sagte von Broock.

Hinweis für Redaktionen: In Paris sind BUND-Vertreter mit einem
Beobachterstatus an den Klimaverhandlungen beteiligt. Für Interviews
stehen dort der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger (vom 28.11. bis 29.11.
und vom 7. Dezember bis Ende der Konferenz) sowie die
BUND-Klimaexpertinnen Antje von Broock (28. November bis 3. Dezember)
und Ann-Kathrin Schneider (2. Dezember bis Ende der Konferenz) zur
Verfügung.



Pressekontakt:
Antje von Broock, BUND-Klimaexpertin:
Mobil in Paris: 0049-151-14194613 bzw.

Annika Natus, BUND-Pressereferentin:
Mobil in Paris: 0049-170-1606658 bzw.

Ann-Kathrin Schneider, BUND-Klimaexpertin:
Mobil in Paris: 0049-151-24087297 bzw.

Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher:
Tel. 030-27586-425, Fax: -440
E-Mail: presse@bund.net
Internet: www.bund.net

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Datum: 25.11.2015 - 11:09 Uhr
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Energie & Umwelt



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