Mittelbayerische Zeitung: Sanierungsfall Bahn / Kommentar zu den roten Zahlen bei der Deutschen Bahn
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das war sie bereits vor dem jetzigen Vorstandschef Rüdiger Grube, als
die Lenker des Staatskonzerns noch Johannes Ludewig oder Hartmut
Mehdorn hießen. Sturm- und Flutschäden oder wochenlange Bahnstreiks
sind nur ein Teil der Erklärung dafür, warum die Bahn so abrutschte.
Vor allem die Schienengüter-Tochter Rail fährt dramatische Verluste
ein. Kein Wunder, wenn der Diesel für die Laster auf der Straße so
billig ist. Und bei den Bahn-Prestigeobjekten, den schnellen ICE- und
IC-Zügen, wird die Bahn wohl noch längere Zeit Gewinneinbußen
hinnehmen müssen. Die spottbilligen Fernbusse wurden lange Zeit gar
nicht als Konkurrenz wahrgenommen. Als die Bahngewerkschaft GDL
streikte, nahmen Tausende das Angebot der Busse gern an. Viele
kehrten der Bahn für immer den Rücken und fahren Auto. Mit seinem
Zukunftsprojekt muss Grube die Bahn einfach wieder attraktiv machen,
durch Freundlichkeit, Pünktlichkeit Service. Undurchschaubare
Rabattaktionen gehören nicht dazu.
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Datum: 02.12.2015 - 19:31 Uhr
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