Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zum neuen Kita-Gesetz
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NRW-Familienministerin ein neues Kita-Gesetz ankündigt. Die Schwächen
sind seit Jahren bekannt. Ebenso lange werden gravierende Neuerungen
angekündigt. Passiert ist nahezu nichts. Abgesehen von einigen
Nachbesserungen, die keine entscheidenden Verbesserung gebracht
haben. Noch immer fehlt ein professionelles System, um
Qualitätsstandards zu überprüfen. Weiterhin betreut eine Erzieherin
zu viele Kinder. Und der Ausbau der Plätze für unter Dreijährige hat
zu Kollateralschäden geführt wie dem Mangel an Plätzen für Kinder
über drei Jahren. Traurig, dass dem bevölkerungsreichsten Bundesland
das wichtigste Kapital - unsere Kinder - so wenig wert ist.
Schluss mit dem Tadeln! Glauben wir der Ministerin - zumindest
für einen Moment. Wenn sie es wirklich schafft, Ankündigungen Taten
folgen zu lassen und das Bürokratiemonster Kinderbildungsgesetz neu
zu gestalten, tut sie vielen Familien einen großen Gefallen. Gerade
flexible Kita-Öffnungszeiten sind ein Muss, um Familie und Beruf zu
vereinbaren. Und eine stabile Finanzierung haben nicht nur die Träger
verdient. Denn wenn Kitas ihr Personal stabil planen können, kommt
das vor allem denen zugute, um die es geht: den Kindern. Auf geht's,
Frau Kampmann!
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Andreas Kolesch
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Datum: 13.01.2016 - 21:00 Uhr
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Bielefeld
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Politik & Gesellschaft
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