Frankfurter Rundschau: Eurozone stärken
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und Flüchtlingskrise bereits das Lied vom Ende der EU singen, haben
zwei Zentralbankchefs endlich für andere Töne gesorgt. Der Deutsche
Jens Weidmann und der Franzose François Villeroy de Galhau möchten
mit einem Finanzministerium für die Eurozone das Gleichgewicht
zwischen Haftung und Kontrolle wiederherstellen und so das Vertrauen
in den Euroraum wieder zurückgewinnen. Diese Idee scheiterte bislang
an nationalstaatlichen Interessen, möglichst wenig Macht an die
Europäische Union zu übertragen. Und so ist es wenig verwunderlich,
dass Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble den Vorstoß harsch
kritisierte, während Europaparlamentarier ihn begrüßten. Doch das
deutsch-französische Duo hat recht: Europa steht am Scheideweg. Die
Frage lautet: Gibt der Staatenbund mehr europäische Antworten oder
mehr nationalstaatliche auf die Krisen? Letztere wären ein
Rückschritt und kämen die EU-Mitglieder teuer.
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Datum: 08.02.2016 - 16:44 Uhr
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