neues deutschland: Pakt zur Abschaffung des Asylrechts: Gesicht gezeigt¶
ID: 1335608
ist! 28 Regierungschefs brachten es binnen Stunden fertig, eine
gemeinsame Position zu einem Problem zu finden, das sie über Monate
hinweg entzweit hat. Der Unterschied zu all dem vorherigen Gezerre um
die Aufnahme von Flüchtlingen besteht darin, dass sich jemand Drittes
gefunden hat, die Drecksarbeit zu übernehmen. Dass die Türkei sich
bereitfindet, der EU die Flüchtlinge vom Leib zu halten. Doch die
Gründe Ankaras sind nicht altruistisch. Auch wenn das Land seit
Jahren mit weit mehr Flüchtlingen konfrontiert ist, als alle
Schwarzmaler in Bayern oder Ungarn in ihren gruseligsten
Gutenachtgeschichten herbeifantasieren könnten, ist Ankaras Vorstoß
kühl berechnet. Und die EU-Staaten schlucken mit dem Köder nicht nur
die Forderungen Ankaras nach Visafreiheit. Kollektiv akzeptieren sie
auch die türkische Art der Problemlösung, den Rechtsbruch als
probates Mittel der Politik. Im konkreten Fall wird nicht einfach das
Asylrecht aller Flüchtlinge ignoriert, die keine Syrer sind. Es ist
das Asylrecht selbst, das geopfert wird. Doch so überraschend ist
dies nun auch wieder nicht, und die Klage über ein verratenes Europa
der Werte gilt einer längst erkalteten Leiche. Die moralische
Integrität der EU ist eine Illusion, wie sich spätestens beim
Feilschen um Flüchtlingskontingente zeigte. Die EU hat ihr Gesicht
nicht verloren, sie hat ihr wahres Gesicht gezeigt. Auch der Pakt mit
Ankara sieht Kontingente vor, die die EU aufnimmt. Wer das konkret
erledigen soll, wurde bisher tunlichst beschwiegen.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.03.2016 - 17:36 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1335608
Anzahl Zeichen: 1847
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 302 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Pakt zur Abschaffung des Asylrechts: Gesicht gezeigt¶"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Kölnische Rundschau: 70 Jahre Kölnische Rundschau BDVZ-Präsident Helmut Heinen zur Zukunft Zeitungsmarkt ...
Heinen: Auch in 25 Jahren noch gedruckte Zeitungen Köln. Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger (BDZV), Helmut Heinen, geht davon aus, dass auch in 25 Jahren noch gedruckte Zeitungen auf dem Markt sein werden. Ob Zeitungen auf Papier oder digital verbreitet würden, sei
neues deutschland: IT-Testlauf für Berliner Abgeordnetenhauswahl gescheitert ...
Ein Testlauf mit der für die Abgeordnetenhauswahl am 18. September 2016 in Berlin zur Verfügung stehenden Software ist gescheitert. »Bei einer Probewahl konnten alle uns betreffenden Tätigkeitsschwerpunkte des Ablaufplans nicht oder nicht zufriedenstellend getestet werden«, heißt es in ein
Bundesverwaltungsgericht: Rundfunkbeitrag ist rechtmäßig ...
Nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts ist der im Jahr 2013 eingeführte Rundfunkbeitrag rechtmäßig. Die Revisionen der Kläger wies das Gericht nach eingehender mündlicher Verhandlung in seiner Verkündung am 18. März 2016 zurück. Die Kläger hatten verfassungsrechtliche Einwände gegen
Lausitzer Rundschau: Riesen-Nummer und langer Atem Zur Entwicklung im Lausitzer Seenland ...
Am Besucherbergwerk F 60 in Lichterfeld wird in diesem Jahr der 1 000 000. Besucher erwartet. Lausitzer Industriekultur lockt Menschen in den Süden Brandenburgs. Seit dem vorigen Jahr kann im Bergheider See, entstanden im ehemaligen Tagebau Klettwitz-Nord, gebadet werden. Für das hier vom 7. bi




