Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Straßer zur Diskussion um Tierhaltung/Zirkusse
ID: 1335622
frei von Wildtieren werden. Dabei geht es gar nicht darum, allen
Tiertrainern und Dompteuren eine nicht artgerechte Tierhaltung nach
dem Tierschutzgesetz zu unterstellen. Auch Zirkusleute empören sich
über schwarze Schafe ihrer Branche. Doch das ist gar nicht der Punkt.
Natürlich lieben Dompteure ihre Tiere in der Regel und quälen sie
nicht fahrlässig. Entscheidender ist die Frage, ob allein der
Nervenkitzel einer Show rechtfertigt, dass Wildtiere in einer
Zirkusnummer vorgeführt werden? Reicht das Argument, dass es
Dressuren mit Elefanten, Löwen und Tigern schon seit Jahrhunderten
gibt? Auf den ersten Blick erscheint es vielleicht noch plausibel,
wenn Befürworter sagen, dass die Tierdressuren zum Respekt vor den
Tieren beitragen können. Aber es stimmt nicht. Im Zirkus wird gerade
nicht das Bild von Tieren vermittelt, wie sie wirklich sind.
Tierdressuren dienen einzig dem Zweck der Unterhaltung des Publikums.
Sie sind nicht geeignet, um das Engagement für den Artenschutz und
die Tierliebe zu wecken oder bei Kindern das Verständnis für die
Lebewesen auf unserem Planeten zu fördern. Das können Zoos - bei
aller angemessenen Kritik an den dortigen Haltungsbedingungen -
besser. Wer seinen Kindern tatsächlich Respekt vor Tieren beibringen
will, hat auch noch eine ganz andere Möglichkeit. Er kann mit den
kleinen Arten im Garten beginnen. Eines ist klar: Von Natur aus
würden sich Elefanten nicht auf ihre Hinterbeine stellen, Tiger nicht
durch Reifen springen und Bären nicht tanzen. In anderen Ländern
reicht allein das für ein Verbot von Tiernummern im Zirkus aus. Der
Atem muss den Zirkusbesuchern nicht wegen gefährlicher Tierdressuren
stocken, auch eine kraftvolle Akrobatik Nummer kann atemberaubend
sein.
Pressekontakt:
Mittelbayerische Zeitung
Redaktion
Telefon: +49 941 / 207 6023
nachrichten@mittelbayerische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.03.2016 - 19:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1335622
Anzahl Zeichen: 2131
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Regensburg
Kategorie:
Kunst und Kultur
Diese Pressemitteilung wurde bisher 472 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Christine Straßer zur Diskussion um Tierhaltung/Zirkusse"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Mittelbayerische Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zukunft geMAInsam gestalten, so hatten die DGB-Gewerkschaften den gestrigen Tag der Arbeit, nun ja nicht besonders originell, überschrieben. Das fade Motto täuscht freilich nicht darüber hinweg, dass die Gewerkschaften hierzulande vor riesigen Herausforderungen stehen. Nach zweieinhalb Jahren C
Als Ministerin untragbar Anne Spiegel hat mit ihrem Verhalten nach der Flutkatastrophe an der Ahr ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Notfalls muss der Kanzler sie rauswerfen. Von Reinhard Zweigler ...
Was waren die Beileidsbekundungen der heutigen Bundesfamilienministerin Anne Spiegel von den Grünen eigentlich wert, die den Hochwasseropfern an der Ahr Betroffenheit bekundete? Ihr sei das Herz schwer und die Trauer lasse sie nicht los, sagte sie zu Beginn der Katastrophe. Doch kurz darauf packt
Die Impfpflicht macht Sinn / Gerade weil viele in der gefährdeten Generation Ü60 noch keine Impfung haben, könnte gesetzlicher Druck Unentschlossene zu dem Pieks bewegen. / Von Reinhard Zweigler ...
Es ist schon seltsam, wie schnell das Drama des Ukraine-Krieges das Aufregerthema der vergangenen zwei Jahre in den Hintergrund gedrängt hat. Corona - war da noch was? Gefühlt ist die Pandemie doch schon vorbei, trotz hoher Infektionszahlen. Die in vielen Bundesländern vollzogenen Lockerungen,
Weitere Mitteilungen von Mittelbayerische Zeitung
Mitteldeutsche Zeitung: Gesellschaft/Kultur Autor Christoph Hein: AfD nicht in die Nazi-Ecke stellen ...
Der Schriftsteller Christoph Hein ("Der fremde Freund", "Glückskind mit Vater") warnt davor, die AfD "in die Nazi-Ecke zu stellen", meldet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Sonnabendausgabe). "Ich halte es für falsch, sie in die Nazi-Ecke zu s
Buchveröffentlichung "Mehmet - Ich Gastarbeiter und Türke" ...
Münster, 18.03.2016. In "Mehmet - Ich Gastarbeiter und Türke" erzählt Mehmet Ünaldi seine ganz persönliche Lebensgeschichte und gibt dem Leser einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt eines türkischen Gastarbeiters. Er nimmt den Leser mit auf seine spannende Reise und berichtet dabe
Blind Date Kunst nicht nur fürs Auge ...
(NL/1644276634) Eine Kunstausstellung auch für sehbehinderte und blinde Menschen, das ist die Intention einer fränkischen Künstlerin. Christa Jäger-Schrödls Bilder zum Anfassen werden erstmals in ihrer Heimat gezeigt. Das Bildungszentrum für Blinde und Sehbehinderte (bbs nürnberg) lädt Kunst
Anselm Kiefer exklusiv im Gespräch bei SWR2 (FOTO) ...
19. März, 17.05 Uhr, "SWR2 Zeitgenossen": Anselm Kiefer über Malerei und ihre Auslöser, Humor und sein ambivalentes Verhältnis zu Deutschland Anselm Kiefer gibt selten Interviews. Für SWR2 hat er eine Ausnahme gemacht und Kathrin Hondl zum "SWR2 Zeitgenossen"-Gesp




