neues deutschland: Im Werteghetto - Zu den Forderungen von Thomas de Maizière und seinem Integrationsmissverständnis
ID: 1338043
Kampf an. Entsprechende Überlegungen widmet Bundesinnenminister de
Maizière den Flüchtlingen in Deutschland, was nicht überraschend ist,
weil Ghettos generell nur dann als problematisch gelten, wenn
Migranten sie bilden - während sie im Falle geschlossener,
gesicherter Wohnviertel für Gutbetuchte, von Armenvierteln mit
deutschstämmiger Einwohnerschaft oder gar von Vierteln, die Nazis als
»national befreit« deklarieren, noch keinen Minister zu
Gesetzesvorstößen veranlasst haben. Integration wäre in all diesen
Fällen hilfreich, um Polarisierung und sozialen Verwerfungen
entgegenzuwirken. Parallelgesellschaften kann man durchaus
integrationshemmend nennen, auch wenn sie zuweilen Vorteile weit über
den Kreis der Einwanderer hinaus haben, wovon Chinatown in New York
ebenso zeugt wie das Holländische Viertel in Potsdam. Doch wenn der
Bundesinnenminister ein »erfolgreiches Absolvieren« von Integration
gesetzlich abverlangen will, liegt ein Missverständnis zugrunde. Denn
Integration ist nicht Maßeinheit für Unterwerfung, auch nicht für
Unterwerfung unter de Maizières Sicht auf Integration selbst, der
Niederlassung als Lohn für gute Deutschnoten in Aussicht stellt. Die
Bewilligung von Asyl ist kein Lohn für Wohlverhalten, sondern eine
Pflicht, die aus der Anerkennung einer Verfolgungssituation des
Betroffenen resultiert. Und so lange die Zahl der Deutschkurse nicht
den erwiesenen Bedarf deckt, ist es der Staat selbst, der
Integrationsdefizite aufweist.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 28.03.2016 - 17:58 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1338043
Anzahl Zeichen: 1803
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 317 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Im Werteghetto - Zu den Forderungen von Thomas de Maizière und seinem Integrationsmissverständnis"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Alice Weidel: Maas stellt anscheinend Mord zur Disposition ...
Zum anstehenden Gesetzesentwurf von Justizminister Heiko Maas erklärt das AfD-Vorstandsmitglied Alice Weidel: "Der Gesetzesentwurf ist ein fatales Signal. Gerade in Zeiten des Terrorismus und der ansteigenden Gewaltkriminalität zu versuchen, das Strafmaß für Mörder in Ausnahmefällen
WP: Paderborner Erzbischof Becker: Christlichen Glauben nicht für Fremdenfeindlichkeit missbrauchen ...
Der Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker hat fremdenfeindliche Tendenzen in der AfD und der Pegida-Bewegung scharf kritisiert: "Ich wende mich entschieden gegen den Missbrauch des christlichen Glaubens für Stimmungsmache gegen Ausländer und Flüchtlinge", sagte Becker der Westfale
WAZ: Die Täter leben unter uns - Kommentar von Lutz Heuken zum Terrorismus ...
Wenn es die mörderischen Anschläge in Brüssel nicht gegeben hätte, hätten an diesem Wochenende islamistische Extremisten ihre Hasstiraden in Duisburg und Essen ungestört verbreiten können. Nur ein empörter Aufschrei der Öffentlichkeit verhinderte in letzter Minuten den Auftritt dieser s
Mitteldeutsche Zeitung: MZ zu neuer Sitzverteilung im Magdeburger Landtag ...
Damit endet diese Wahl für die Außendarstellung Sachsen-Anhalts im In- und Ausland in einem Desaster. Praktisch jedes dumpfe Vorurteil - von Fremdenfeindlichkeit bis hin zu purer Dummheit - hat das Land in der Wahrnehmung von außen scheinbar bedient. Und jetzt können die nicht einmal z




