Rheinische Post: Kommentar: Majestätsbeleidigung
ID: 1344518
Gewaltenteilung letztlich Gerichte darüber entscheiden, ob die
Schmähkritik des ZDF-Moderators Jan Böhmermann eine Beleidigung des
türkischen Präsidenten Erdogan darstellt oder als zulässige
Meinungsäußerung gilt, die grundgesetzlich geschützt ist. Dazu passt
es aber überhaupt nicht, dass nach dem Ausnahmeparagrafen für die
Beleidigung ausländischer Staatsoberhäupter genau darüber die
Bundesregierung zuerst entscheiden muss. Denn nur sie kann die
Staatsanwaltschaft ermächtigen, das Verfahren durchzuführen. Dabei
muss sie nach Auffassung des Verfassungsrechtlers Alexander Thiele
materiell prüfen, ob das Schmähgedicht Böhmermanns durch die
Satire-Freiheit gedeckt ist. Das ist aber nicht ihre Aufgabe und ein
Verstoß gegen die Gewaltenteilung. Das heißt, der Strafparagraf 103,
der bei Beleidigungen ausländischer Staatsoberhäupter zum Zuge kommt,
stellt nicht nur diese besser als Normalsterbliche, sondern verstößt
auch gegen die Gewaltenteilung. Es wird höchste Zeit, ihn
abzuschaffen.
Pressekontakt:
Rheinische Post
Redaktion
Telefon: (0211) 505-2621
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 13.04.2016 - 21:50 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1344518
Anzahl Zeichen: 1274
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 333 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Rheinische Post: Kommentar: Majestätsbeleidigung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Rheinische Post (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Neu-Nationalspieler Florian Neuhaus mag keine Vergleiche mit Toni Kroos und Ex-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger. "Beide sind große Spieler, die eine Ära des deutschen Fußballs geprägt haben. Natürlich ist es faszinierend, wie Kroos die Kontrolle über ein Spiel hat, und alles, was er
Ex-Nationalspieler Uwe Rahn an Darmkrebs erkrankt ...
Der frühere Nationalspieler und Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga, Uwe Rahn, ist an Darmkrebs erkrankt. Das sagte der 58-Jährige im Interview mit der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Dienstag). "Die Diagnose war für mich natürlich ein Schock. Da der Krebs fortgeschritten
NRW-Oppositionsführer Kutschaty fordert Ende von Armin Laschets "Stop-and-Go-Politik" ...
Kurz vor dem Treffen der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Montag dringt die SPD-Landtagsfraktion auf einen klaren Kurs der nordrhein-westfälischen Landesregierung: "Armin Laschet muss seine Strategie überdenken und rauskommen aus dieser Stop-and-Go-Politik. Lock
Weitere Mitteilungen von Rheinische Post
Rheinische Post: Kommentar: Das Land ist kein guter Croupier ...
Das Argument für den Betrieb landeseigener Spielkasinos war immer schon fadenscheinig. Wenn es richtig wäre, dass landeseigene Spielbanken die Bürger vor Spielsucht schützen, müsste das Land folgerichtig auch Schnaps brennen und Drogen verkaufen. In Wahrheit wollte das Land am großen Spiel
Ostthüringer Zeitung: Wolfgang Schütze kommentiert: Wichtigeres als Denkmale ...
Wie es aussieht, bekommt Berlin nun zunächst kein neues Denkmal, das an die deutsche Wiedervereinigung erinnert. Warum soll es den Bundeshauptstädtern auch anders ergehen als den Leipzigern. In der so genannten Heldenstadt war schon 2014 ein ähnliches Vorhaben auf Eis gelegt worden. Die Grün
Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt Bielefeld zum Thema Wahlrechtsreform ...
Wie viele Mitglieder der Bundestag hat, ist keine technische Frage allein. Eine Aufblähung auf 700 oder gar 800 Abgeordnete, wie sie nach dem geltenden Recht 2017 wahrscheinlich wäre, schafft ein kaum arbeitsfähiges Mammutgremium und bietet den Feinden der Demokratie Möglichkeiten zur Diffam
Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt Bielefeld zum Thema Forderung nach Islamgesetz ...
Mit einem Islamgesetz will CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer die Integration von Muslimen vorantreiben und eine mögliche Radikalisierung verhindern. Deutsch müsse die Sprache der Moscheen sein. Alle Imame sollten in Deutschland ausgebildet werden und die hiesigen Grundwerte teilen. Deutsch




