Rheinische Post: Es stinken nicht nur
die Diesel-Fahrzeuge
Kommentar Von Florian Rinke
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Tages ist, dass es so viel Erschütterndes gibt: Da sind die
Autohersteller, die offenbar jede noch so kleine Gesetzeslücke
ausnutzten, um weniger zur Bekämpfung von schädlichen Abgasen tun zu
müssen - egal, welche Folgen diese für die Gesundheit der Menschen
haben. Da ist der Vorstand des größten Abgas-Tricksers Volkswagen,
der kaum abschätzen kann, welche Folgen der Skandal und die damit
verbundenen Milliarden-Verluste langfristig für die Jobs der
VW-Arbeiter haben werden, sich aber andererseits nicht schämt, im
Moment der größten Krise noch einmal mit Millionen-Prämien die
Taschen vollzumachen. Und da ist, das darf man nicht vergessen, zu
guter Letzt noch eine Bundesregierung, die sich jahrelang bei der EU
für möglichst niedrige Abgaswerte im Interesse der heimischen
Auto-Industrie stark machte - und nun feststellen muss, dass ihr die
Hersteller auf der Nase herumtanzen. Daran ändert auch der gestern
vorgestellte Bericht nichts, den der Verkehrsminister zuvor
monatelang unter Verschluss gehalten hatte. Am Ende dieses Tages
bleibt der Eindruck, dass etwas gewaltig stinkt in diesem Land - und
das sind nicht nur die Auspuffe der Diesel-Fahrzeuge.
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Datum: 22.04.2016 - 20:13 Uhr
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