Mitteldeutsche Zeitung: zuÖsterreich
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noch abstreitet, tut das nicht, weil er ihn nicht kapiert hat. Er tut
es, weil er ihn nicht kapieren will. Gerade schiebt sich eine neue
Mehrheit zusammen. Der Führungsanspruch der Ultrarechten steht bei
den Konservativen schon nicht mehr in Frage. Dass Hofer lächelt und
nicht poltert, nicht schimpft, nicht hetzt, macht es nicht besser. Im
Gegenteil: Dass einer wie er nicht poltern, schimpfen, hetzen muss,
verrät nur, wie nahe die gesellschaftliche Mitte an seine Positionen
herangerückt ist. Am 22. Mai in der Stichwahl schlägt nun die Stunde
der Wahrheit. SPÖ und ÖVP, deren Kandidaten versagten, werden es bei
Strafe der Lächerlichkeit nicht wagen, von Anbiederung auf
Polarisierung umzuschalten. Deswegen ist nun die Zivilgesellschaft
gefragt.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
Telefon: 0345 565 4200
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Datum: 25.04.2016 - 18:40 Uhr
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