neues deutschland: Tausenden Flüchtlingen in Berlin droht Verlust der Unterkunft und Obdachlosigkeit
ID: 1349619
Gesundheit und Soziales (LAGeSo) untergebrachte Flüchtlinge sind von
Obdachlosigkeit bedroht. Grund ist eine neue Praxis des LAGeSo,
Rechnungen von Betreibern erst zu begleichen, wenn sie Belege für die
Legalität ihrer Unterkünfte beibringen. Das sagte der Sozialstadtrat
von Mitte, Stephan von Dassel, der in Berlin erscheinenden
Tageszeitung »neues deutschland« (Mittwochsausgabe). »Berlinweit
dürften davon 6000 bis 8000 Flüchtlinge betroffen sein, wenn man die
noch legalen Ferienwohnungen mitrechnet, sind wir im fünfstelligen
Bereich«, so von Dassel gegenüber »neues deutschland«.
Die hohen Flüchtlingszahlen vor allem in der zweiten Jahreshälfte
2015 riefen viele Geschäftemacher auf den Plan. Gewerberäume wurden
ohne Beachtung gewerberechtlicher oder baulicher Bestimmungen zu
»selbst deklarierten Hotels«, erklärt von Dassel. Oftmals wurden auch
gewöhnliche Mietwohnungen als Ferienwohnungen vermietet. Das LAGeSo
zahlte bis zu 50 Euro pro Nacht und Person, zum Teil verzehnfachten
sich die Mieteinnahmen auf dieses Weise. Das Zweckentfremdungsverbot
verbietet zum 30. April endgültig diese Praxis. Stephan von Dassel
begrüßt gegenüber »nd« das Vorgehen des LAGeSo, illegales Handeln
nicht mehr finanziell zu belohnen. Der Stadtrat äußert die Hoffnung,
dass künftig die Wohnungen zu normalen Mietpreisen an Flüchtlinge
vergeben werden.
Seit etwa drei Wochen beobachten freiwillige Helfer der Initiative
»Moabit hilft« bereits eine steigende Zahl von Flüchtlingen, die ihre
Schlafplätze in Hostels oder Ferienwohnungen verloren haben und beim
LAGeSo wegen Ersatzquartieren vorsprechen. Häufig ohne Erfolg. Auch
Betreiber von Gemeinschafts- und Notunterkünften erhalten vermehrt
Anfragen des LAGeSo. Weder das LAGeSo noch die zuständige
Sozialverwaltung von Senator Mario Czaja (CDU) haben sich bisher auf
mehrmalige »nd«-Anfrage zum Sachverhalt geäußert.
Pressekontakt:
neues deutschland
Redaktion
Telefon: 030/2978-1722
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.04.2016 - 14:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1349619
Anzahl Zeichen: 2256
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 223 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"neues deutschland: Tausenden Flüchtlingen in Berlin droht Verlust der Unterkunft und Obdachlosigkeit"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
neues deutschland (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Tageszeitung "neues deutschland" erscheint von diesem Montag an wochentags mit neuem Layout und unter dem Titel "nd.DerTag". Die Wochenendausgabe heißt schon seit fast zwei Jahren "nd.DieWoche". Die Zeitung, die weiterhin als "Sozialistische Tageszeitung"
Viele Berliner Gewerbemieter beantragen Mietstundungen ...
Fast ein Viertel aller Gewerbemieter der Berliner landeseigenen Wohnungsbaugesellschaft WBM haben für Mai und Juni eine Mietstundung beantragt. Darüber berichtet die in Berlin erscheinende Tageszeitung "neues deutschland". Das geht aus einer noch unveröffentlichten Antwort der Senatsver
"neues deutschland": EU-Abgeordnete Demirel: Mindestlohn unter zwölf Euro bedeutet Armutslohn ...
Die Europaabgeordnete der LINKEN Özlem Alev Demirel hat sich für eine schnelle Erhöhung des Mindestlohns in Deutschland auf wenigstens zwölf Euro pro Stunde ausgesprochen. "Alles andere bedeutet Armutslohn", sagte die Abgeordnete, die u.a. im Sozialausschuss des EU-Parlaments tätig is
Weitere Mitteilungen von neues deutschland
Bahnchef Grube für Initiative der Politik zur Entschädigung von DDR-Zwangsarbeitern / "Report Mainz", 26.4.2016, um 21.45 Uhr im Ersten (FOTO) ...
Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG, Rüdiger Grube, hat sich im Interview mit dem ARD-Politikmagazin "Report Mainz" für eine Initiative der Politik zur Entschädigung der Opfer von DDR-Zwangsarbeit ausgesprochen. "Das ist ein Thema, das kann nicht die Deutsche Bahn
Sozialverband: Wort halten beim Bundesteilhabegesetz ...
"Menschen mit Behinderungen warten auf das Bundesteilhabegesetz. Und sie erwarten ein gutes Gesetz. Denn es ist das maßgebliche behindertenpolitische Versprechen der Koalition. Und deshalb darf es nicht weiter verzögert werden", erklärt SoVD-Präsident Adolf Bauer. "Der SoVD er
SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach fordert Konsequenzen aus Pflege-Betrugsskandal: Brauchen mehr Ermittler und schärfere Gesetze ...
Nach der Aufdeckung krimineller Machenschaften und schweren Betrugs im Pflegebereich hat der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) Gesetzesänderungen und eine Verstärkung staatlicher Vorkehrungen gegen diese Form von Kriminalität gefordert. "Wir brauchen eine Schwerpunkts-Staatsanw
Lausitzer Rundschau: Die Konstruktion wackelt - Zu Sachsen-Anhalt und den Dreier-Koalitionen ...
Auf dem Papier sind es lustige Namen: Ampel, Kenia, Kiwi. In der Realität aber sind solche Koalitionen kein Vergnügen. Das Beinahe-Scheitern des sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff gestern gab einen Vorgeschmack auf das, was Deutschland noch öfter blühen kann. Zwar gibt




