Rheinische Post: Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt gegen Manager von Thyssenkrupp, Airbus und Deutsche Telekom
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Bremer Rüstungsunternehmen Atlas Electronics weiten sich aus. Die
Staatsanwaltschaft Bremen ermittelt nach Informationen der in
Düsseldorf erscheinenden "Rheinischen Post" (Dienstagausgabe) gegen
drei Manager der beiden Mutterkonzerne Thyssenkrupp und Airbus
sowie gegen einen Vorstand der Deutschen Telekom wegen Bestechung in
Tateinheit mit Beihilfe zur Steuerhinterziehung. Die beschuldigten
Manager hätten es pflichtwidrig unterlassen, bei Atlas Electronics zu
verhindern, dass Bestechungsgelder in Richtung Türkei gezahlt wurden,
lautet der Vorwurf. Airbus, Thyssenkrupp und die Telekom bestätigen
die Ermittlungen gegenüber der "Rheinischen Post", gehen aber von
einer Unschuld der beschuldigten Manager aus.
Im Kern des Vorwurfes steht laut "Rheinischer Post" unter Verweis
auf Informationen aus mit dem Verfahren vertrauten Personen, dass es
im Mai 2007 ein Treffen von "Compliance"-Managern von Thyssenkrupp
und Airbus gab, bei dem externe Anwälte auf fragwürdige
Beraterhonorare in Zusammenhang mit Rüstungsexporten in die Türkei
aufmerksam machten. Doch anstatt Strafanzeige zu stellen und die
Geschäftsbeziehungen zu den Beraterfirmen zu beenden, gab es keine
Strafanzeige, und die Geschäfte liefen nach Ermittlungsergebnissen
weiter. Eine einzelne Zahlung machte dabei fünf Millionen Euro aus,
recherchierten die Staatsanwälte nach Informationen der "Rheinischen
Post."
Gegen den Telekom-Vorstand Thomas Kremer wird ermittelt, weil er
im Jahr 2007 Chief Compliance Officer von Thyssenkrupp war. Die
Ermittlungen gegen ihn sind bereits bekannt.
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Datum: 02.05.2016 - 13:47 Uhr
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