Mitteldeutsche Zeitung: zu Braunkohle-Protesten
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Teil der 2 000 Demonstranten mediale Aufmerksamkeit zu erreichen, die
dann zu politischen Druck führt. Nach dem Ausstieg aus der
Kernenergie wollen Umweltschützer und Grüne nun auch schnell von der
Kohle Abschied nehmen. Für sie ist Braunkohle der Klimakiller
Nummer eins, weil bei der Verbrennung vergleichsweise viel
Kohlendioxid freigesetzt wird. Die Polizei und der Kohlekonzern
Vattenfall reagierten auffallend besonnen. Sie schritten erst ein,
als eine Notsituation im Kraftwerk drohte. Die Energie-Manager
besitzen ein starkes Argument: Anders als auf Atomkraft kann
Deutschland nicht so schnell auf Braunkohle verzichten. Solange es
keine wirtschaftliche Speichertechnologie für Wind- und Sonnenstrom
gibt, werden fossile Energieträger gebraucht. Ansonsten gehen die
Lichter aus. Jeder, der etwas anderes behauptet, verbreitet
Illusionen.
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Mitteldeutsche Zeitung
Hartmut Augustin
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Datum: 16.05.2016 - 18:27 Uhr
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