Neue interne TTIP-Papiere: EU-Kommission droht Energiewende zu beerdigen
EU-Position gefährdet Förderung der Erneuerbaren und Klimaschutzziele
ID: 1378373
ihrer bislang geheimen Verhandlungsposition im umstrittenen
Handelsabkommen TTIP die deutsche Energiewende in Gefahr. Interne und
aktuelle Verhandlungsdokumente, die Greenpeace heute gemeinsam mit
anderen europäischen Umweltschutz- und entwicklungspolitischen
Organisationen veröffentlicht, zeigen erstmals: Die von der
Kommission vorgeschlagene Deregulierung des Energiehandels würde
Kernelemente der deutschen Energiewende wie den Einspeisevorrang für
Erneuerbare oder Vergütungssätze für Strom aus Solar- und
Windkraftanlagen als Handelshemmnis angreifbar machen. Ohne den
raschen und politisch gesteuerten Umstieg auf Erneuerbare Energien
wiederum werden die deutschen und europäischen Klimaziele nicht
erreichen. "Setzt sich dieser Vorschlag durch, schwebt die deutsche
Energiewende in Lebensgefahr. Wenn die EU-Kommission den Weg zu mehr
Klimaschutz versperren will, dann muss die Bundesregierung diese
Verhandlungen stoppen", sagt Greenpeace-Sprecher Christoph Lieven.
Das Papier online: http://gpurl.de/9Eb7h
Heute beginnt in Brüssel die 14. TTIP-Verhandlungsrunde. Dabei
wird erstmalig ein konkreter Verhandlungstext der EU zu Energie
diskutiert. Erstmals zeigt das von Greenpeace heute
mitveröffentlichte Papier die Verhandlungsposition der EU auf diesem
Gebiet. Darin schlägt die EU unter anderem vor, dass
Energieunternehmen beim Netzzugang nicht mehr zwischen verschiedenen
Energiearten unterscheiden sollen. Bisher schaffen Regierungen wie
Deutschland etwa über den Einspeisevorrang oder Vergütungssätze für
Strom aus erneuerbaren Quellen wichtige Anreize für den Ausbau von
Solar- und Windkraft. Die Kommission schlägt weiter vor, dass höhere
Energieeffizienz künftig nur noch durch freiwillige
Selbstverpflichtungen der Industrie erreicht werden soll. Das würde
das Aus für die erfolgreichen EU-Energieeffizienzvorgaben bedeuten,
die den Bürgern sparsamere Produkte beschert haben. "Wir brauchen
eine Kommission, die für Europas Errungenschaften kämpft. Die
Menschen erwarten, dass Europa sich globalen Herausforderungen wie
dem Klimawandel stellt und für die beste Lösung streitet. Diese
Kommission hat ihr Rückgrat schon zu Beginn der Verhandlungsrunde an
der Garderobe abgegeben", so Lieven.
Greenpeace-Aktivisten demonstrieren gegen EU-Position
Gegen die rückschrittliche Position der EU bei den
Energieverhandlungen demonstrierten Greenpeace-Aktivisten heute vor
der Berliner Vertretung der EU-Kommission. "TTIP zerstört die
Energiewende" steht auf einem mit europäischen Flaggen geschmückten
Container.
Das Handelsabkommen zwischen den USA und der EU ist auch wegen der
intransparenten Verhandlungen stark umstritten. Anfang Mai hatte
Greenpeace Niederlande 248 Seiten zuvor geheimen Verhandlungstext
veröffentlicht und damit eine breite Debatte über die geheimen und
undemokratischen Verhandlungen ausgelöst.
Achtung Redaktionen: Für Rückfragen erreichen Sie Christoph Lieven
in Berlin, Tel. 0171- 8780802, oder Pressesprecher Gregor Kessler
Tel. 0151-72702918, Fotos: 040-30618 377. Pressestelle: Telefon
040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace im Netz:
www.greenpeace.de, http://twitter.com/greenpeace_de,
www.facebook.com/greenpeace.de.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.07.2016 - 09:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1378373
Anzahl Zeichen: 3651
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Umweltpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 645 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue interne TTIP-Papiere: EU-Kommission droht Energiewende zu beerdigen
EU-Position gefährdet Förderung der Erneuerbaren und Klimaschutzziele"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Greenpeace e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein
40 Jahre nach Chornobyl: Greenpeace-Aktive protestieren für Unterstützung bei Wiederaufbau der zerstörten Schutzhülle / Greenpeace-Report dokumentiert Folgen des russischen Drohnenangriffs ...
14. 4. 2026 - Vor dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Chornobyl protestieren zwei Greenpeace-Aktivist:innen mit einem "Stand With Ukraine"-Banner unmittelbar vor der Atomruine dafür, die Ukraine beim Schutz der Unfallstelle stärker zu unterstützen. Die durch einen russischen Dr
Greenpeace-Rechtsgutachten zeigt: Bundesregierung kann staatenlose Schattenflotten-Tanker stoppen / Acht Tanker ohne Flaggenzugehörigkeit haben deutsche Gewässer seit Dezember unbehelligt durchfahre ...
19. 2. 2026 - Die Bundesregierung verpasst es regelmäßig, flaggenlose Tanker der russischen Schattenflotte aufzubringen und hindert sie auch nicht an der Weiterfahrt. Dadurch steigt die Gefahr einer Havarie und Ölpest in der Ostsee. Greenpeace belegt mit einem neuen Rechtsgutachten (https://t1p.d
Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.
NABU: EU-Kommission beugt sich Druck der Verbände - Studie zu Naturschutzgesetzen öffentlich ...
Die Europäische Kommission hat auf den Druck von Umweltverbänden reagiert und eine seit März zurückgehaltene Expertenstudie über die EU-Naturschutzrichtlinien herausgegeben. Sie gab am heutigen Dienstag einem Antrag des WWF auf Einsichtnahme statt. Der NABU und viele weitere Umweltverbände
Pariser Klimaabkommen verlangt Kohleausstieg Greenpeace-Aktivisten demonstrieren am Brandenburger Tor für konsequenten Klimaschutz ...
Berlin, 5.7.2016 - Gegen die stockende Umsetzung des Pariser Klimaabkommens in Deutschland demonstrieren zehn Greenpeace-Aktivisten heute in Berlin beim Petersberger Klimadialog. Die Umweltschützer haben vor dem Brandenburger Tor, in unmittelbarer Nähe des Veranstaltungsorts, eine sieben Meter
NABU kritisiert erneute Glyphosat-Zulassung ...
Der NABU hat die Ankündigung des EU-Kommissars für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, Vytenis Andriukaitis, die Zulassung des Totalherbizids Glyphosat um weitere 18 Monate zu verlängern, heftig kritisiert. Gerade auch unter dem Eindruck des Brexit sei die Entscheidung der EU-Kommission ni
Selbst am Ende der Welt: Plastikmüll der Fischerei statt unberührter Arktis / Greenpeace-Aktivisten räumen an Spitzbergens Stränden auf ...
An Stränden im arktischen Spitzbergen haben Greenpeace-Aktivisten Müll eingesammelt: Dabei fanden sie vor allem Fischernetze, Bojen und weiteren Plastikmüll aus der Fischerei. Mit der Aktion weist Greenpeace auf das weltweite Problem der Verschmutzung mit Müll in den Ozeanen hin, das inzwisch




