Schwarze Liste der gefährlichsten Pestizide / Greenpeace legt neue Bewertung von Agrargiften vor

Schwarze Liste der gefährlichsten Pestizide / Greenpeace legt neue Bewertung von Agrargiften vor

ID: 1383826
(ots) - In der europäischen Landwirtschaft werden
weiterhin zu viele gefährliche Pestizide eingesetzt. Greenpeace
veröffentlicht heute eine Liste von 209 Pestiziden, die Mensch und
Umwelt besonders schaden. Die in der Lebensmittelproduktion
zugelassenen Chemikalien können unter anderem Krebs auslösen, die
Fruchtbarkeit beeinflussen oder neurotoxisch wirken. Für "Die
schwarze Liste der Pestizide" hat ein unabhängiger Pestizidexperte im
Auftrag der Umweltschutzorganisation alle in der EU zugelassenen 520
Pflanzenschutzmittel überprüft. "Mehr als ein Drittel der in Europa
verwendeten Pestizide sollten verboten werden. Der Einsatz dieser
Pestizide in der Produktion von Obst, Gemüse und Getreide gefährdet
unsere Gesundheit und die Umwelt", fasst Christiane Huxdorff,
Landwirtschaftsexpertin von Greenpeace, die Studienergebnisse
(http://gpurl.de/eu-blacklist) zusammen. Greenpeace fordert die
Bundesregierung auf, sich für ein EU-weites Verbot der gefährlichsten
Pestizide einzusetzen.

In der konventionellen Landwirtschaft nimmt der Einsatz von
Pestiziden kontinuierlich zu. Apfelplantagen werden etwa 22 Mal pro
Saison gespritzt, häufig mit mehreren Giften gleichzeitig. Viele
Stoffe haben unerwünschte Nebenwirkungen: Sie wirken beispielsweise
nicht nur als Unkrautvernichter, sondern schädigen auch
Wasserorganismen, nützliche Bodenlebewesen, Bienen oder Menschen. Die
aktuelle Greenpeace-Studie bewertet Pestizide auf ihre
Humantoxizität (Gesundheitsgefahren), Umweltgefährlichkeit, endokrine
(hormonelle) Eigenschaften und ihr Verhalten in der Umwelt. Der
Öko-Landbau produziert längst ohne chemisch-synthetische Pestizide,
hält allerdings in Deutschland nur sechs Prozent des
Lebensmittelmarktes.

Noch immer Chemie-Cocktails in Obst und Gemüse

In der Greenpeace-Studie schneiden 209 Wirkstoffe besonders


schlecht ab: Die bienengefährdenden Neonicotinoide stehen ebenso auf
der Liste wie das umstrittene Herbizid Glyphosat. Zudem listet die
Studie beispielsweise auch das sehr giftige Insektizid Abamectin und
die beiden chronisch toxischen Fungizide Boscalid und Cyprodinil. Sie
wurden nach Angaben der Lebensmittelüberwachung Baden-Württemberg im
Jahre 2015 in 26 Prozent aller Frischobst-Proben nachgewiesen.

Staatliche Lebensmittelbehörden verweisen allerdings regelmäßig
auf Grenzwerte für Pestizide, die nicht überschritten würden.
Mittlerweile werden die Höchstgehalte für einzelne
Pflanzenschutzmittel meistens eingehalten. Der Trend geht allerdings
zu Mehrfachbelastungen mit Pestizid-Cocktails in einigen Obst und
Gemüsesorten. Diese gelten als toxikologisch besonders bedenklich.
"Wir brauchen dringend einen Wandel in der Landwirtschaft", sagt
Huxdorff. "Die schwarze Liste von Greenpeace kann dazu beitragen, die
Lebensmittelproduktion schrittweise zu verbessern."

Achtung Redaktionen: Rückfragen bitte an Christiane Huxdorff, Tel.
0171- 60 35 529, oder Pressesprecherin Simone Miller, Tel.
040-30618-343. Internet: www.greenpeace.de. Greenpeace-Pressestelle:
Telefon 040-30618-340, Email presse@greenpeace.de; Greenpeace auf
Twitter: http://twitter.com/greenpeace_de, auf Facebook:
www.facebook.com/greenpeace.de.

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Schockierte Aktivisten beschützen Zwergwale - Norwegische Medien berichten Neuer Serviceleiter bei der H2O GmbH
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.07.2016 - 09:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1383826
Anzahl Zeichen: 3542

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hamburg



Kategorie:

Umwelttechnologien



Diese Pressemitteilung wurde bisher 421 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Schwarze Liste der gefährlichsten Pestizide / Greenpeace legt neue Bewertung von Agrargiften vor"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Greenpeace e.V. (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

37 Millionen Euro pro Tag: Ölkonzerne kassieren während Waffenruhe im Irankrieg noch mehr ab / Greenpeace-Berechnung: Konzerne geben gesunkenen Rohölpreis an der Zapfsäule nicht weiter ...
Hamburg, 13. 4. 2026 - Die Übergewinne der Ölkonzerne sind während der Waffenruhe zwischen den USA und Iran weiter deutlich gestiegen. Weil die Konzerne nach dem Ende der Kampfhandlungen die gesunkenen Rohölpreise nicht an die Kundschaft weitergaben, schnellten ihre Gewinne in Deutschland um ein

40 Jahre nach Chornobyl: Greenpeace-Aktive protestieren für Unterstützung bei Wiederaufbau der zerstörten Schutzhülle / Greenpeace-Report dokumentiert Folgen des russischen Drohnenangriffs ...
14. 4. 2026 - Vor dem 40. Jahrestag der Reaktorkatastrophe von Chornobyl protestieren zwei Greenpeace-Aktivist:innen mit einem "Stand With Ukraine"-Banner unmittelbar vor der Atomruine dafür, die Ukraine beim Schutz der Unfallstelle stärker zu unterstützen. Die durch einen russischen Dr

Greenpeace-Rechtsgutachten zeigt: Bundesregierung kann staatenlose Schattenflotten-Tanker stoppen / Acht Tanker ohne Flaggenzugehörigkeit haben deutsche Gewässer seit Dezember unbehelligt durchfahre ...
19. 2. 2026 - Die Bundesregierung verpasst es regelmäßig, flaggenlose Tanker der russischen Schattenflotte aufzubringen und hindert sie auch nicht an der Weiterfahrt. Dadurch steigt die Gefahr einer Havarie und Ölpest in der Ostsee. Greenpeace belegt mit einem neuen Rechtsgutachten (https://t1p.d


Weitere Mitteilungen von Greenpeace e.V.


Schockierte Aktivisten beschützen Zwergwale - Norwegische Medien berichten ...
Fast 600 Zwergwale haben kommerzielle Walfänger in Norwegen bei ihrer umstrittenen Waljagd in diesem Jahr bereits getötet. Das Sterben der Meeressäuger ist qualvoll. Unerwartete Beschützer fanden indes vor kurzem zwei Zwergwale im norwegischen Vestfjord: Zwei Aktivisten der International Mar

"Brasilien - ein Land trocknet aus": "planet e." im ZDFüber die Wasserkrise im Olympia-Gastgeberland (FOTO) ...
Fünf Tage vor Start der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro wirft "planet e." am Sonntag, 31. Juli 2016, 16.30 Uhr, im ZDF einen etwas anderen Blick auf das Gastgeberland: "Brasilien - ein Land trocknet aus" berichtet von der akuten Wasserkrise in einem der wasserreichst

NABU: Elektroschrott-Rückgabe ab sofort bei Online-Händlern möglich - Umsetzung muss verbraucherfreundlicher werden ...
Ab Montag (25.7.) müssen Online-Händler erstmals ausgediente Elektrogeräte zurücknehmen. Diese Verpflichtung ist Teil des neuen Elektrogerätegesetzes, das der Bundestag im Oktober vergangenen Jahres beschlossen hat und das bereits für den stationären Elektrohandel gilt. Der NABU begrüßt

NABU: Schneeleoparden-Zwillinge im Neunkircher Zoo getauft - Bundesumweltministerin Hendricksübernimmt Patenschaft ...
NABU-Vizepräsident Thomas Tennhardt und Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks sprachen sich auf einer Veranstaltung im Neunkircher Zoo gemeinsam dafür aus, noch stärker gegen die Wilderei von Schneeleoparden vorzugehen. Die in Mittelasien beheimatete Großkatze zählt mit einem weltweite


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z