Lausitzer Rundschau: Kein Mittel zur Alterssicherung
Zu Renten und Minijobs
ID: 1386766
gehen einer geringfügigen Beschäftigung nach. Aber nur für einen
Bruchteil dieser 450-Euro-Jobs werden individuelle Rentenbeiträge
gezahlt. Das klingt dramatisch. Doch die aktuellen Daten der
Bundesregierung sind weniger spektakulär, als es auf den ersten Blick
erscheinen mag. Mehr als 2,5 Millionen Menschen haben neben ihrem
Minijob eine sozialversicherungspflichtige Hauptbeschäftigung. Dass
die meisten von ihnen Wert auf eine ungeschmälerte Entlohnung für
ihre Nebentätigkeit legen und sich deshalb von der
Versicherungspflicht befreien lassen, ist nachvollziehbar. Ähnliches
gilt für die fast eine Million Rentner mit einem Minijob. Von den
Rentenbeiträgen haben sie nämlich rein gar nichts. Ihre gesetzlichen
Altersbezüge bleiben unverändert. Problematisch wird es erst dann,
wenn die Einkünfte ausschließlich auf geringfügiger Beschäftigung
basieren. Laut Statistik gehen aktuell aber mehr als 97 Prozent der
450-Euro-Jobber im gewerblichen Bereich nur einem einzigen Minijob
nach. Das deutet darauf hin, dass die allermeisten noch über andere
Einkommensquellen verfügen und deshalb auch in der Lage sein sollten,
für ihr Alter vorzusorgen. Studien legen zudem nahe, dass die
Bedeutung der Minijobs durch die Einführung des Mindestlohns eher im
Sinken begriffen ist. Zum Teil werden sie offenbar auch wieder in
versicherungspflichtige Beschäftigung zurückverwandelt, weil sich das
für den Arbeitgeber besser rechnen kann. Eigentlich sollte klar sein,
dass die Minijobs nicht zur Alterssicherung taugen. Zumal die
tatsächlichen Verdienste in aller Regel deutlich unter 450 Euro im
Monat liegen. Bei den Haushaltshilfen zum Beispiel ist es im Schnitt
weniger als die Hälfte. Trotzdem sind sie darauf angewiesen. Viele
wollen sich aber auch nur einfach etwas hinzuverdienen. Wer die
Minijobs abschaffen will, macht sich damit jedenfalls keine Freunde.
Pressekontakt:
Lausitzer Rundschau
Telefon: 0355/481232
Fax: 0355/481275
politik@lr-online.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 04.08.2016 - 19:49 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1386766
Anzahl Zeichen: 2261
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Cottbus
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 462 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Lausitzer Rundschau: Kein Mittel zur Alterssicherung
Zu Renten und Minijobs"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Lausitzer Rundschau (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es ist übertrieben, Restaurantbesuche in der Corona-Pandemie noch stärker zu beschränken - indem wie jetzt in Sachsen und Brandenburg Geimpfte und Genesene zusätzlich einen negativen Schnelltest vorweisen müssen. 2G plus bevorzugt die Geboosterten vor jenen Erwachsenen beim Essen gehen, die
Fehlende Lobby für die Lausitz? - Zu den Abgeordneten in Bundestagsausschüssen ...
Für die Lausitz wird es ernst im Strukturwandel. Wichtige Entscheidungen zum Kohle-Ausstieg, aber auch zur Verteilung der zugesagten Milliarden-Zahlungen zur Anpassung des Wandels stehen an. Ein wichtiges Wort spricht dabei der Bundestag mit. Die entsprechenden Gesetze müssen dort verabschiedet
Sachsens neue Bürgerlichkeit - zum Regierungsbündnis in Corona-Zeiten ...
Meißen wird gern als die Wiege Sachsens bezeichnet. Aktuell hat der Kreis rund um die alte Bischofsstadt an der Elbe einen traurigen Rekord zu vermelden. Mit 2328,1 führt er die Inzidenz-Statistik an, dicht gefolgt vom benachbarten Mittelsachsen mit 2099,4. Das sind erschreckend hohe Zahlen, fü
Weitere Mitteilungen von Lausitzer Rundschau
Stuttgarter Zeitung: zur SPD und Petra Hinz ...
Abgeordnete sollten Vorbilder sein, insofern ist die Möchtegern-Juristin im Bundestag fehl am Platze. Weiterhin einen Ausschluss zu betreiben, wäre dennoch ein Irrweg. Der Gesetzgeber hat die Hürden aus gutem Grund sehr hoch gesetzt, so dass die Bedingungen des Bundeswahlgesetzes hier nicht erfÃ
Südwest Presse: Kommentar Grüne - Verfrühte Diskussion ...
Bei den Grünen dreht sich wieder das Perpetuum mobile. Ist ein parteiinterner Streit erst einmal in Gang gesetzt, zieht er seine Energie quasi aus sich selbst. Und als hätte es das Bundestags-Wahljahr 2013 nie gegeben, ist es ausgerechnet wieder das Thema Vermögenssteuer, das die alten Flüge
Wahlkampfsymbolik/taz-Kommentar von Malene Gürgen zur besetzten Schule in Berlin-Kreuzberg ...
Nun also doch: Der Berliner Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg unternimmt einen neuen Anlauf. Mehr als zwei Jahre nachdem sich die FlüchtlingsaktivistInnen mit einer dramatischen Dachbesetzung erfolgreich gegen eine Räumung gewehrt hatten, hat das Bezirksamt jetzt eine Räumungsklage gegen die ve
Weser-Kurier: Lucke kritisiert Banken-Stresstest ...
Der Spitzenkandidat der "Allianz für Fortschritt und Aufbruch" (Alfa) für die Bundestagswahl, Bernd Lucke, hat die Ergebnisse des Banken-Stresstests der Europäischen Bankenaufsicht kritisiert. "Dasselbe Datenmaterial führt zu alarmierenden Ergebnissen, wenn man nicht die euro




