Hohe Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung

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Hohe Risiken für die weitere wirtschaftliche Entwicklung



(pressrelations) - >"Die Rezession sei beendet, es gehe wieder voran, so die optimistische Meldung des Statistischen Bundesamtes, das ein Wirtschaftswachstum für das dritte Quartal um 0,7 Prozent erklärt hat. Mit der jetzigen Veröffentlichung der detaillierten Zahlen zeigt sich, dass nicht alles Gold ist, was glänzt", so Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE zu den aktuellen Zahlen. Schlecht weiter:

"Die privaten Konsumausgaben und der Außenbeitrag sind jeweils im dritten Quartal um 0,5 Prozent gesunken. Nur die Auffüllung der Lager wächst um 1,5 Prozent - kein Wunder, nachdem sie im ersten Halbjahr geräumt wurden. Diese ungewöhnlich hohe Vorratsveränderung wird sich so nicht fortsetzen, sie ist nur eine einmalige Gegenreaktion. Rechnet man sie heraus, dann bleibt von den vermeldeten 0,7 Prozent-Wachstum nichts mehr übrig.

Besonders brisant ist, dass die privaten Konsumausgaben im dritten Quartal ins Minus gerutscht sind. Damit zeichnet sich ab, dass die private Binnennachfrage deutlich geschwächt wird. Mit dem weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit und der Angst in den Betrieben vor Jobverlust, droht sich diese Entwicklung zu verschärfen.

Zentral muss es um die binnenwirtschaftliche Umsteuerung unseres Landes gehen. Wir brauchen mehr Binnennachfrage unter anderem mit einem gesetzlichen Mindestlohn. Und wir brauchen das 100 Milliarden Zukunftsprogramm des Staates für Erziehung, Bildung und bessere Infrastruktur, vor allem einen Schub beim ökologischen Umbau."


F.d.R. Beate Figgener


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Datum: 25.11.2009 - 00:18 Uhr
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