Zahl des Monats Oktober 2016: 35 Kalendertage
ID: 1415155
Bearbeitung von Rabattvertragsausschreibungen der Krankenkassen wurde
vom Gesetzgeber von 52 auf 35 Kalendertage spürbar verkürzt. Dies
erhöht den Druck auf die Generikaunternehmen erheblich.
- Die Mindestangebotsfrist von der Veröffentlichung der
Ausschreibung durch die Krankenkasse bis zur Angebotsabgabe der
Hersteller wurde gesetzlich von 52 auf 35 Kalendertage
herabgesetzt.
- In aktuellen Rabattvertragsausschreibungen wie z. B. der der AOK
nutzen die Krankenkassen diese Möglichkeit und stellen die
Hersteller damit vor große Herausforderungen.
- Rabattverträge gibt es seit nunmehr über 10 Jahren, die
Angebotsprozesse haben sich eingespielt - daran sollte
festgehalten werden.
Im Rahmen des Vergaberechts-Modernisierungsgesetzes wurde die
Mindestangebotsfrist von 52 auf 35 Kalendertage verkürzt. Die
Mindestangebotsfrist bezeichnet den Zeitraum, der dem Hersteller ab
der Veröffentlichung der Rabattvertragsausschreibung mindestens zur
Abgabe eines Angebots eingeräumt werden muss. Diese Option wird von
den Krankenkassen bei aktuellen Ausschreibungen genutzt und stellt
die Generikaunternehmen vor Probleme. Denn für die Abgabe eines
Angebots sind zahlreiche Nachweise und Belege zu erbringen,
Rabattkalkulationen durchzuführen, Maßnahmen zur Sicherung der
Lieferfähigkeit zu etablieren und vieles andere mehr.
Die Verringerung der Mindestangebotsfrist um 17 Kalendertage mag
auf den ersten Blick unproblomatisch sein. Für die
Generikaunternehmen bedeutet dies aber eine weitere Verschärfung der
Rabattverträge. Zu bedenken ist auch, dass die Anzahl der für die
Erstellung der Angebote nutzbaren Werktage tatsächlich erheblich
geringer ist, als die Anzahl der Kalendertage. Daher sollten die
Krankenkassen im Sinne einer fairen Vertragspartnerschaft
Generikaunternehmen hinreichend Zeit für das zunehmend komplexer
werdende Bieterverfahren einräumen. Damit wäre allen gedient.
http://www.progenerika.de/zahl-des-monats/
Pressekontakt:
Bork Bretthauer, Geschäftsführer, Tel.: (030) 81 61 60 9-0 /
info@progenerika.de / www.progenerika.de /
http://twitter.com/progenerika
Original-Content von: Pro Generika e.V., übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.10.2016 - 09:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1415155
Anzahl Zeichen: 2586
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 296 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zahl des Monats Oktober 2016: 35 Kalendertage"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Pro Generika e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der überwiegende Teil der Arzneimittelwirkstoffe, der in Deutschland verschrieben und gebraucht wird, kommt aus Asien. Das belegt eine Studie im Auftrag von Pro Generika, die erstmals die Herkunft der hierzulande benötigten Wirkstoffe untersucht hat. Sie zeigt eine Entwicklung, die vor 20 Jahren b
Neue Studie zeigt: Rheuma-Patienten haben schneller Zugang zur Biologika-Therapie seit es Biosimilars gibt (FOTO) ...
Rheumapatienten bekommen heute deutlich schneller ein biologisches Arzneimittel verschrieben als noch vor sechs Jahren. Das ist das Ergebnis einer Befragung im Rahmen einer "PHARAO"-Studie, die die Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KV Bayerns) erstellt hat. Musste ein Rheumapatient bis
Peter Stenico ist neuer Vorsitzender der AG Pro Biosimilars ...
Die AG Pro Biosimilars hat am 11.03.2020 ihren Vorsitzenden sowie dessen Stellvertreter neu gewählt. Neuer Vorsitzender ist Peter Stenico, Leiter Specialty Geschäft und Vorstand der Hexal AG. Er wird vertreten von Walter Röhrer, Associate Director Market Access Biosimilars bei der Biogen GmbH. &
Weitere Mitteilungen von Pro Generika e.V.
Agenda 2011-2012 - eine sozial-, finanz- und wirtschaftspolitische Antwort auf Agenda 2010 ...
Lehrte, 20.10.2016. Agenda 2011-2012 steht für soziale Gerechtigkeit, Bildung und eine angemessene Beteiligung aller Gesellschaftsschichten an den Kosten des Staates. Im Mai 2016 wurde der Öffentlichkeit im Internet ein Sanierungsprogramm zur Diskussion angeboten, das mit einem aktuellen Finanzrah
Rheinische Post: NRW-CDU will Gymnasien Rückkehr zu "echtem G9" ermöglichen ...
Die nordrhein-westfälische CDU setzt im Streit um das achtjährige Gymnasium auf Wahlfreiheit der Schulen. "Für die CDU ist die Wahl zwischen einem verbesserten G 8 und einem echten G 9 die einzig mögliche Lösung", heißt es in einem Konzeptentwurf für den Landesvorstand, aus dem di
Mitteldeutsche Zeitung: Prüfung Rechnungshof kritisiert Vergütung bei der Ärztekammer in Sachsen-Anhalt ...
Die Ärztekammer Sachsen-Anhalt hat aufgrund der großzügigen Vergütung ihres Führungspersonals die Prüfer des Landesrechnungshofs auf den Plan gerufen. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Freitag-Ausgabe). Der Rechnungshof moniert nach MZ-Informationen eine zu la
Mitteldeutsche Zeitung: Förderschulen Vater erstattet Anzeige gegen Minister wegen Körperverletzung ...
Ein Vater aus Halle hat gegen Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner (CDU) eine Strafanzeige wegen Beihilfe zur Körperverletzung erstattet. Das berichtet die in Halle erscheinende Mitteldeutsche Zeitung (Freitag-Ausgabe).Grund sind die ihm zufolge drastisch verschlechterten Lernbedingung




