Westfalenpost: Harald Ries zu Donald Trumps Mannschaft
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Donald Trump sei übertrieben, und es werde alles schon nicht so
schlimm kommen. Doch es fragt sich eben: schlimm für wen? Dass der
künftige Präsident nun bereits den dritten Goldman-Sachs-Banker in
ein Regierungs-Spitzenamt berufen hat, ist für Europa nicht unbedingt
eine schlechte Nachricht: Die Finanzexperten aus New York verfügen
über Fachwissen und haben in allen US-Regierungen eine Rolle
gespielt. Für Trumps Wähler stellt sich das allerdings anders da: Im
Wahlkampf hatte der Immobilienmogul Hillary Clinton vorgeworfen, sie
sei von der Wall Street gesteuert. Nun machen der Milliardär und die
Finanzelite gemeinsame Sache. Vermutlich nicht zum Nutzen der
Industriearbeiter im mittleren Westen. Der Außenminister von
Exxon-Mobil, der über keine politische Erfahrung verfügt und beste
Beziehungen zu Wladimir Putin verfügt, vermag außerhalb der USA schon
eher zu beunruhigen. Das gilt auch für die CIA-Aussage, russische
Hacker hätten Trump im Wahlkampf unterstützt: Wir dürfen fest davon
ausgehen, dass Moskau auch bei der Bundestagswahl versuchen wird,
verdeckt Einfluss zu nehmen. Was zusammengenommen bedeutet: Panik ist
immer schädlich, aber zu Optimismus besteht auch kein Anlass.
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Datum: 11.12.2016 - 20:44 Uhr
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