Kauder: Heimat der Jesiden und Christen im Irak bewahren
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Der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, hat
am heutigen Dienstag den Erzbischof der chaldäisch-katholischen
Kirche in Erbil, Bashar Warda, und weitere Bischöfe aus dem Irak in
Berlin empfangen. Dazu erklärt Volker Kauder:
"Die Lage der Christen im Irak ist dramatisch. Hunderttausende
sind auf der Flucht, sie haben ihre Familien und ihre Heimat
verloren. Alles was sie aufrecht gehalten hat, war die Hoffnung auf
Rückkehr in ihre Siedlungsgebiete. Doch diese wird immer ungewisser.
Deutschland und Europa müssen sich dafür einsetzen, dass christliches
Leben in der Ursprungsregion des Christentums weiterhin möglich ist.
Wir müssen alles daran setzen, um eine Rückkehr der Christen und
Jesiden in die Ninive-Ebene zu ermöglichen.
Die Christen benötigen dringend finanzielle Unterstützung für den
Wiederaufbau. Mehr als drei Viertel der Häuser und Wohnungen in den
christlichen Siedlungen sind komplett zerstört. Wasser- und
Stromversorgung, Straßen und Infrastruktur, Schulen und Krankenhäuser
- alles liegt brach. Hier sollte sich auch Deutschland in den
kommenden Monaten verstärkt mit Wiederaufbauhilfen engagieren.
Zudem muss nach einer politischen Lösung gesucht werden. Dafür
werden wir mit allen Kräften vor Ort reden, mit der kurdischen
Autonomiebehörde und mit der irakischen Zentralregierung. Die
Christen brauchen Sicherheit. Wenn sie zurückkehren, müssen sie die
Gewissheit haben, sich ein neues Leben in Sicherheit aufbauen zu
können. Ihr Leben, ihre Familien, ihre Häuser müssen geschützt
werden.
Es nötigt allerhöchsten Respekt ab, wie die christlichen Kirchen
den geflüchteten Christen helfen. Beeindruckend ist für mich auch,
wie fest unsere Glaubensgeschwister ihren christlichen Glauben in
einer solch bedrängten Situation bewahren. Sie sind uns Christen im
Westen wahre Vorbilder des Glaubens. Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion
wird weiter an der Seite der Christen im Orient stehen."
Hintergrund: Der Unionsfraktionsvorsitzende Volker Kauder hat
neben dem chaldäischen Erzbischof Bashar Warda heute auch den
syrisch-orthodoxen Metropoliten Nicodemus Daoud Matti Sharaf und den
syrisch-katholischen Erzbischof Yohanna Petros Mouche getroffen.
Mit Erzbischof Warda gab es bereits mehrere Begegnungen. Kauder
hat ihn im August 2014 auf seiner Reise in den Nordirak getroffen.
Warda sprach einen Monat später beim Kongress der Fraktion zum Thema
Religionsfreiheit.
Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzt sich mit vielen Aktivitäten
seit Jahren für das Recht auf Religionsfreiheit ein. Dabei verfolgt
sie seit Jahren mit großer Sorge und Anteilnahme auch die Lage der
Christen im Irak. Bischöfe waren mehrfach zu Gast in der Fraktion.
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Datum: 13.12.2016 - 13:24 Uhr
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