Jürgen Hardt: Gute transatlantische Beziehungen genetischer Code der Republikaner
ID: 1443731
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), erklärte im
phoenix-Interview seine Erwartungen an den designierten
US-Präsidenten Donald Trump, der sich gestern in New York mit der
Presse auseinandergesetzt hat. Hardt ist zuversichtlich, dass Trump
die transatlantischen Beziehungen nicht beschädigen wird. Dabei
vertraue er auf die Senatoren: "Ich habe was die Außen- und
Sicherheitspolitik, aber auch was die Handelspolitik angeht, das
sichere Gefühl, dass der Kongress den Präsidenten dazu bringen wird,
in der NATO- und Handelsfrage auf Linie zu bleiben. Das ist
genetischer Code der republikanischen Partei." Im Zweifel würden die
republikanischen Senatoren dies auch erzwingen.
Im Gegensatz zur kritischen Haltung des zukünftigen Außenministers
Rex Tillerson sei die Einstellung Donald Trumps zum russischen
Präsidenten Putin zu naiv: "Ein amerikanischer Präsident wird bei
seinem Volk nicht bestehen können, wenn er mit zu romantischen
Vorstellungen über Russland und den russischen Präsidenten durch die
Welt läuft."
An Trumps Verhalten gegenüber der Presse bei seiner ersten
Pressekonferenz als designierter Präsident äußerte Hardt scharfe
Kritik: "So wie er mit Journalisten umgeht, finde ich nicht in
Ordnung. Das wird er auch nicht durchhalten können." In der
Demokratie gehöre es dazu, dass politische Führer sich entsprechend
fair mit Journalisten auseinandersetzten und die Argumente anhörten.
"Das wird er als Präsident ändern müssen, sonst wird es kein
gedeihliches Zusammenwirken der Öffentlichkeit mit dem Präsidenten
geben."
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Datum: 12.01.2017 - 12:00 Uhr
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