Allg. Zeitung Mainz: Ohne Strategie / Kommentar von Andreas Härtel zu Trumps Außenpolitik
ID: 1449543
Getreuen stehen Spalier. Dieses Bild sendet Donald Trump seit
Amtsantritt in die Welt - ganz oben auf @POTUS, dem Twitter-Account
des US-Präsidenten. Er inszeniert sich damit so, wie es sonst
nordkoreanische Diktatoren tun, frei nach dem Motto: Ich entscheide,
sonst niemand. Das, was bislang über Trumps Außenpolitik bekannt ist,
passt denn auch zum Persönlichkeitsprofil des irrlichternden
Populisten. Vielleicht glaubt er wirklich, das Heft des Handelns in
der Hand zu haben. Aber vieles spricht dafür, dass ihm das Ganze
entgleitet; es folgt einfach keiner Strategie. Beispiel Mexiko:
Strafzölle würden viele Produkte verteuern, die Amerikaner gerne
kaufen. Trumps Landsleute würden deshalb zum Teil die Grenzmauer
bezahlen - während sich Mexiko nach neuen Partnern umsieht. Beispiel
China: Der Abschied vom Handelspakt TPP wird Asien näher an die
Volksrepublik heranrücken lassen - und das, wo es doch das erklärte
Ziel der Trump-Administration ist, den Einfluss Pekings einzuhegen.
Beispiel Nahost: Trumps Ermunterung an Israel, den Siedlungsbau
voranzutreiben, wird die Konflikte in der Region verschärfen - und
das ist keine gute Voraussetzung dafür, den islamistischen Terror
auszuradieren, was Trump ja nach eigenen Worten anstrebt. Nein, Trump
sendet keine Signale der Stärke aus, er demonstriert allenfalls
Rücksichtslosigkeit. Erfahrene internationale Akteure wie Chinas
Präsident Xi Jinping oder Strategen und Zocker wie Kremlchef Wladimir
Putin werden versuchen, mit ihm und seiner unerfahrenen
Regierungsmannschaft Schlitten zu fahren. Kaum auszudenken, was
passiert, wenn Trump das merkt.
Pressekontakt:
Allgemeine Zeitung Mainz
Andreas Trapp
Newsmanager
Telefon: 06131/485980
online@vrm.de
Original-Content von: Allgemeine Zeitung Mainz, übermittelt durch news aktuell
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.01.2017 - 19:39 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1449543
Anzahl Zeichen: 2087
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Mainz
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 587 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Allg. Zeitung Mainz: Ohne Strategie / Kommentar von Andreas Härtel zu Trumps Außenpolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Allgemeine Zeitung Mainz (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Karl-Rudolf Korte hält einen Austritt der FDP aus der Berliner Ampelkoalition für möglich. "Die Ergebnisse der FDP bei den vergangenen Landtagswahlen befinden sich im kaum noch messbaren Bereich", sagt Korte im neuen Podcast der VRM "Korte &
Es bleibt ein Störgefühl / Kommentar von Jens Kleindienst zum Karlsruher AfD-Urteil ...
Als demokratisch gewählter Vertretung des Volkes kommt dem Bundestag "bei der Gestaltung seiner inneren Organisation und des Geschäftsgangs ein weiter Spielraum zu". So hat es das Bundesverfassungsgericht jetzt bekräftigt - und sich damit selbst große Zurückhaltung auferlegt. Einzige
Wir brauchen eine Vision für unser Land / Kommentar von Dennis Rink zum Zustand Deutschlands ...
Wohin führt unsere Reise? Befindet sich Deutschland wirklich im Sinkflug? Und was bedeutet das für uns? Umfragen bestätigen regelmäßig, dass wir Deutsche uns diese Frage immer häufiger stellen - und dass wir Sorgen haben. Können wir hier noch sicher leben? Bleibt die Demokratie die sattelfest
Weitere Mitteilungen von Allgemeine Zeitung Mainz
Badische Neueste Nachrichten: Trumps Grenzen - Kommentar von Tobias Roth ...
Will er seine Ziele verwirklichen, will er etwas verändern, braucht er neben Amboss und Hammer auch das feine Besteck. Das Ringen um Mehrheiten, das Werben für Überzeugungen oder das Schmieden von Allianzen funktioniert nicht mit dem Brandsatz in der Hand. Trump wird, wenn er so weiter macht, a
Mitteldeutsche Zeitung: zum durch Rechtspopulisten aufgeheizten Debattenklima ...
Der vom Grundgesetz gewollte und geschützte öffentliche Meinungskampf verwandelt sich zunehmend - vor allem in den sozialen Medien wie Facebook und Twitter - in einen verbalen Vernichtungskrieg, der keine Regeln, keinen Respekt und keine Versöhnung kennt, nur triumphalen Sieg und tödliche
Südwest Presse: Kommentar zur Kretschmanns Grundsatzrede ...
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat gestern vor den Studenten in Mumbai keine Namen genannt, aber natürlich ist klar, wem seine Attacke galt: der rückwärts gewandten Politik des neuen US-Präsidenten. Donald Trump versucht gerade mit aller Kraft, die Welt in die wirtschaftspolitische St
Straubinger Tagblatt: Zur SPD Die SPD wird noch gebraucht ...
Eine Partei wie die SPD, die über mehr als hundert Jahre diesem Land treu gedient hat, ist für diese Demokratie unverzichtbar. Und so ist es zwar richtig, wenn gesagt wird, dass große Koalitionen auf Dauer problematisch sind und nicht innovativ genug. Aber das immerhin muss nicht so sein. Dem




