Tourismus verliert an Stellenwert in der schwarz-gelben Bundesregierung
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Tourismus verliert an Stellenwert in der schwarz-gelben Bundesregierung
Genau vor vier Jahren hatte die Grosse Koalition das Amt des Beauftragten der Bundesregierung fuer den Tourismus geschaffen. Nun hat das schwarz-gelbe Kabinett dieses Amt wieder abgeschafft.
Ziel eines Tourismusbeauftragten der Bundesregierung war nicht nur zu unterstreichen, welche wichtige Rolle der Tourismus fuer die Wirtschaftsentwicklung in Deutschland spielt und wie in diesem Bereich Arbeits- und Ausbildungsplaetze erhalten und ausgebaut werden koennen - mit dem Tourismusbeauftragten sollten alle Aktivitaeten in der Tourismuspolitik staerker koordiniert und konzeptionell ausgebaut werden. Der Tourismusbeauftragte war fuer die Tourismusverbaende und die Tourismuswirtschaft der Ansprechpartner, der nun durch die Zusammenlegung mit der Mittelstandspolitik wegfaellt.
Zu einer aktiven Tourismuspolitik gehoert ein eigenstaendiger Beauftragter. Tourismuspolitik ist nicht nur Mittelstandspolitik. Die Rahmenbedingungen muessen insgesamt fuer die Tourismusbranche gestaerkt werden.
Fraglich ist, welche Rolle der Beirat fuer Tourismus beim Bundesministerium fuer Wirtschaft und Technologie ohne eigenen Tourismusbeauftragten kuenftig spielen soll. Hier sollten die Interessen von Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kommunen und Gewerkschaften und Verbaende gebuendelt werden.
Die schwarz-gelbe Regierung hat im Sinne der Koalitionsarithmetik das bisherige Amt des Tourismusbeauftragten geopfert. Damit hat der Tourismus als wichtiger Politikbereich in der Bundesregierung an Stellenwert verloren.
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Datum: 15.12.2009 - 22:07 Uhr
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