Westfalenpost: Deutschland 2017: Abschieben statt aufnehmen - Zur Flüchtlingspolitik

Westfalenpost: Deutschland 2017: Abschieben statt aufnehmen - Zur Flüchtlingspolitik

ID: 1459802
(ots) - Angesichts der Fülle neuer Pläne und Gesetze zur
Abwehr und Rückführung von Asylbewerbern fällt es zunehmend schwer
einzuschätzen, was in erster Linie Antragsteller abschrecken soll,
was vor allem dazu gedacht ist, Kritiker der Merkelschen
Flüchtlingspolitik zu besänftigen und was tatsächlich einen
praktischen Sinn hat. Weil die Grenzen dazwischen fließend sind,
wissen das wohl auch die Entscheider in Bund und Ländern nicht immer
so genau. Fakt ist: Nur ein Drittel der Asylanträge wird anerkannt.
Mehr als 200.000 ausreisepflichtige Flüchtlinge leben in Deutschland;
ihre Zahl wächst. Abschiebungen scheitern in sehr vielen Fällen an
der eindeutigen Feststellung der Identität. Wenn ein Flüchtling
versucht, diese zu verschleiern, warum sollte man da nicht seine
Handy-Daten auslesen? Man sollte. Aber eben nur, wenn es
Anhaltspunkte für eine Täuschung gibt. Und das steht so nicht im vom
Kabinett verabschiedeten Gesetz. Jedem Ankommenden das Handy
wegzunehmen, geht zu weit. Genau so differenziert sind auch Pläne für
Auffanglager in Nordafrika oder (Ausreisezentren genannte)
Abschiebelager bei uns zu betrachten: Es kommt auf die genauen
Bedingungen an. Die sind entscheidend, weil es um konkrete Menschen
geht. Deshalb sind Abschiebungen nach Afghanistan derzeit
unverantwortlich, auch wenn man damit den Bundeswehreinsatz dort
rückwirkend für sinnlos erklärt. Es ist mühsam, das Chaos aus der
heißen Phase des Flüchtlingszustroms 2015 zu ordnen. Es ist absolut
notwendig, bestehende Regeln durchzusetzen, um die Akzeptanz für ein
Asylrecht zu erhalten, das wirklich Verfolgte schützt. Es wäre nur
leichter, wenn Arbeitsmigranten ein anderer Weg offen stünde.



Pressekontakt:
Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell



Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Rheinische Post: Kommentar: Ende eines Albtraums Rheinische Post: CDU-Politiker Reul bezeichnet SPD-Kanzler-Kandidaten Schulz als
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 22.02.2017 - 22:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 1459802
Anzahl Zeichen: 2051

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 551 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Deutschland 2017: Abschieben statt aufnehmen - Zur Flüchtlingspolitik"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Rheinische Post: Kommentar: Ende eines Albtraums ...
Für Thyssenkrupp geht ein unrühmliches Kapitel zu Ende. Acht Milliarden Euro hat der Essener Konzern in Nord- und Südamerika verbrannt. Das Management stürzte sich, geblendet vom Stahlboom Anfang der 2000er-Jahre, in ein Abenteuer, das schnell zum Albtraum wurde. Wie unrealistisch die damali

Rheinische Post: Kommentar: Erdogan istüberall ...
Türkische Geistliche, Lehrer und Eltern, die Andersdenkende in Schulen, Gebetsräumen und in ihren Wohnungen bespitzeln sollen mit dem Ziel, sie zu denunzieren: Klingt filmreif. Doch die Tragik dahinter: Nichts davon ist Fiktion. Zuerst waren es die Imame, die in vorauseilendem Gehorsam befolgt

Rheinische Post: Kommentar: Alternativen zum Diesel-Auto stärken ...
Nein, so ganz kann man es sich nicht vorstellen: Innenstädte ohne Lieferwagen, ohne Linienbusse. Oder, noch absurder: ohne Rettungswagen, die selbst bei Notfällen nicht mehr ausrücken dürfen - zum Schutz der Gesundheit der Allgemeinheit. All diese Fahrzeuge würden ausgesperrt, weil sie mit

Stuttgarter Nachrichten: Kommentar zu Abschiebungen ...
Schritt für Schritt und von den üblichen Protesten begleitet, versucht die Bundesregierung in der Flüchtlingspolitik wieder Herr des Verfahrens zu werden. Viel zu lange, inhaltlich unentschlossen und politisch gespalten hatte sich die große Koalition im Rausch ihrer Willkommenskultur darum


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z